Warum ich meinen Goldanteil im Portfolio verdoppelt habe

Gold wird ab sofort als Zielwert doppelt so hoch in meinem Portfolio gewichtet, dafür gibt es einige fundamentale Gründe...
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Noch vor einigen Monaten lag meine Investition in Gold – physisch hinterlegt über einen EUWAX Gold ETC – bei nur 2,5 Prozent am Gesamtdepot. Inzwischen ist diese Investition durch Zukäufe und durch die hervorragende Entwicklung des Goldpreises auf über fünf Prozent gestiegen.

Ich habe vor kurzem die fünf Prozent für Gold auch als neue Zielmarke bei der regelmäßigen Rate meines Sparplans für mein langfristigen Portfolios gesetzt. Gold bringt zwar keine Zinsen, doch leider bringen das die Anleihen aktuell und in absehbarer Zeit größtenteils auch nicht mehr. Im Gegenteil, bei einem sehr großen Teil der europäischen Staatsanleihen sind selbst auf sehr lange Restlaufzeiten Minuszinsen garantiert.

Man kann also nur noch kurz- bis mittelfristig aufgrund von möglichen weiteren Kurssteigerungen der Anleihen Geld verdienen. Langfristig hat man einen Garantieverlust für das Verleihen seines Geldes bei diesen Anleihen als „Belohnung“ zu erwarten. Deutsche Staatsanleihen liegen inzwischen selbst auf Sicht von 30 Jahre mit einem garantierten Minuszins auf dem Markt. Tendenz bei den realen Zinsen dieser Anleihen weiter fallend…


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Gold die Alternative zu Anleihen?

Mein Portfolio ist für seine grundlegend konservative Ausrichtung bei meinen Lesern bekannt. Selbst nach der Verschiebung zu Gunsten von Gold bleiben nach wie vor 45 Prozent in Anleihen investiert und 5 Prozent in Wandelanleihen. Gold kann Anleihen aufgrund seiner wesentlich höheren Volatilität nicht ersetzen, zudem zahlt es wie eingangs bereits erwähnt weder Dividenden noch Zinsen. Letzteres machen zwar viele Anleihen auch nicht mehr, aber es gibt eben noch genug Emittenten die dies tun. Bei internationalen Staats- und Unternehmensanleihen, vor allem außerhalb Europas kann man immerhin noch ansprechende einstellige Renditen beziehen.

Warum habe ich dann den Anteil von Gold zu Lasten der Anleihequote dennoch erhöht?

Gold ist und bleibt allein schon aufgrund seiner Volatilität und fehlenden Zinszahlungen keine Alternative für Anleihen, dennoch bietet es einen gewissen Schutz und eine Performancekomponente gerade zu diesen Zeiten. Sollte es zu weiteren Verwerfungen an den Märkten kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das Gold weiter steigt. Selbst eine nachhaltige Überschreitung seiner Allzeithochs ist dann möglich. Doch wohin sollen Anleihen im Gegenzug als angepriesener „sicherer Hafen“ in dieser Zeit denn noch steigen?

Von den Anleihekursen her sind durchaus noch Gewinnsteigerungen möglich, wenn die Zinsen weiter abrutschen. Doch bringen diese Zinssenkungen der Notenbanken überhaupt noch etwas? Ich sage Nein. Selbst bei Minus einem Prozent Zinsen schaden die Notenbanken der Wirtschaft mehr als ihr zu helfen.

Mit jedem Tag der Niedrigzinspolitik schleppt sie immer mehr und vor allem mit immer größerem Kreditvolumen Zombiefirmen vor sich her, welche ohne derart niedrige Zinsen schon längst Pleite wären. Gleichzeitig sorgen die Notenbanken für ein künstliches System mit absolut antikapitalistischen Zügen. Nullzinsen sind schädlich für die Wirtschaft, eine Überlebensprobe für die Banken und langfristig für die Pensionskassen, Betriebsrenten und Lebensversicherungen eine absolute Katastrophe.

Meine Begründung für die Aussichten zum Goldpreis

Gold bleibt für mich weiterhin eine Nischeninvestition, mit einem gerade einmal fünf Prozent Ziel-Anteil im Portfolio. Je länger der Zustand der Nullzinspolitik, gegebenenfalls demnächst auch von offizieller Seite aus „Negativzinspolitik“ anhält, desto größer wird der spätere Crash. Mit Minuszinsen können die privaten Altersvorsorgeverträge von Pensionskassen, Versicherungen und die Betriebsrentenrücklagen weder in voller Höhe gezahlt werden, noch die Banken gesund wirtschaften. Wenn es dann richtig knallt, dann ist Gold eine mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gute Investition.

Was will denn die EZB machen, wenn es wirklich zu einer ordentlichen Rezession und zu einer 40-60 prozentigen scharfen Korrekturen an den Märkten kommt? Die EZB hat durch ihre Politik für einen Nullzins gesorgt und das auf einem damals wirtschaftlichen und charttechnisch ausgereiften Höchststand! Auch die Fed hat von einem nicht gerade hohen Zinsniveau – verglichen mit dem langfristigen Durchschnitt – bereits vor kurzem auf einem Höchststand wieder mit Zinssenkungen begonnen.

Wo sind da noch die möglichen Potentiale, die ein wirksames Einschreiten seitens der großen Notenbanken ermöglichen? Zinsen senken geht weiter, Anleihen kaufen auch, bis die ersten Banken Pleite gehen und Versicherungen und Altersvorsorgeanbieter ausfallen.

Es kann auch so kommen, dass trotz weiter fallender Notenbankzinsen die Zinsen am Markt wieder steigen, weil die Unternehmen derart überschuldet und nicht mehr lebensfähig sind, dass sich plötzlich die Investoren wieder mehrheitlich an das Wort „Risikoaufschlag“ erinnern.



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Kritisches Fazit:

Wir haben noch keine richtige Rezession oder Wirtschaftskrise und die Zinsen sind bei null im Euroraum bzw. auf einem niedrigen Niveau in den USA. Was sollen die Notenbanken also machen, wenn es dazu kommt? Minus zwei Prozent Zinsen bei der EZB und null Prozent bei der FED? Ordentlich Inflationieren über härtere Sondermaßnahmen?

Wenn derart niedrige Zinsen die Wirtschaft ankurbeln würden, dann müssten die seit Jahren bei Null Prozent liegenden Zinsen der Bank of Japan doch die japanische Wirtschaft und die dortige Börse in blühende Landschaften verwandelt haben? Hat sie aber nicht. Nullzinsen verzerren den Markt, schaden dem Kapitalismus, haben schon konkrete sozialistische Züge, schaden dem Sparer sowie den Banken und sorgen vor allem dafür, dass Unternehmen die sonst nicht lebensfähig wären am Markt bestehen bleiben.

Nach einer massiven Marktbereinigung bei den Anleihen, die dann jedoch auch nicht vor dem Aktienmarkt halt machen wird, bleiben Anleihen sowohl von Staaten- als auch Unternehmen nach wie vor eine sinnvolle Grundlage in meinem Portfolio. Am stärksten rechne ich mit dem Einbrechen im High Yield Bereich und etlichen Pleiten oder Teilausfällen. Hier werden Zombieunternehmen mit extrem niedrigen Zinsen in einem Ausmaß und Volumen durchgeschleppt, was es geschichtlich so noch nie gab.

Wenn diese Bereinigung kommen sollte, dann ist Gold eine wirklich gute Investition, natürlich neben den Absicherungen der Aktien- und Anleihequote, die ich dann zusätzlich tätigen werde. Bei Aktien bin ich ja wie bereits angekündigt seit einigen Monaten vor allem im Euroraum Short. Der europäische, insbesondere der deutsche Markt befindet sich schließlich seit Anfang 2018 in einem eindeutigen Bärenmarkt. Sollten die USA dort bald mit einsteigen, dann sehen wir den Dax wieder zügig unter 10 Tsd. Punkte. Die USA ist der einzige Markt der den MSCI World noch signifikant stützt. Wie lange noch?

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Über Marco Eitelmann 364 Artikel
Mein Name ist Marco Eitelmann und ich freue mich, dass Dein Interesse für diesen Blog, der mittlerweile schon seit 2014 existiert, geweckt wurde. Auf dieser Webseite geht es hauptsächlich um die Themen: „Selbständigkeit, Blogging und Internetmarketing sowie Börse und damit verbundene Investitionsmöglichkeiten“. Ziel aus allen Themen soll ein möglichst stabiles, langfristiges und vor allem nachhaltiges passives Einkommen sein. Meine Qualifikationen: Ich bin finanziell selbständig und erfolgreich unabhängig durch meine Web-Projekte und meine Börseninvestitionen geworden und verfüge so über Wissen in diesen Bereichen aus erster Hand und langjähriger Erfahrung. Ich bin seit 1998 durchgehend privat am Kapitalmarkt tätig und habe von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Fonds, ETF bis hin zu Zertifikaten wie Turbo Optionsscheinen, Mini Future- und Bonus/Reverse Bonus Zertifikaten alles aktiv gehandelt. Ich habe sowohl den Crash von 2000 als auch den von 2007/2008 mit prozentual geringen Verlusten mitgemacht und kenne nicht nur die Sonnenseite der Märkte. Meine grundlegende Investitionsstrategie ist konservativ, global breit diversifiziert und langfristig ausgelegt.

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