Den Bitcoin als Sparplan per Bitcoin Zertifikat besparen? – Warum man es besser nicht machen sollte und wie es mit einem Ethereum Sparplan aussieht

Der Bitcoin oder Ethereum als Sparplan über die Börse, sinnvoll oder nicht? Warum ich aus persönlicher Sicht sowohl keinen Bitcoin- als auch keinen Ethereum Sparplan in mein Wertpapierdepot integriert habe.

Ein Sparplan für Bitcoins und Ethereum über börsengehandelte Zertifikate ist möglich, jedoch meiner Meinung nach nicht empfehlenswert. So langsam scheint der Bitcoin Hype seinen Zenit überschritten zu haben. Inzwischen gibt es an die 2000 Kryptowährungen und eine wahre Inflation in Bezug auf deren Quantität als auch individuelle Wertentwicklung ist ausgebrochen. Mittlerweile ist auch schon viel Geld von völlig unerfahrenen und teils absolut börsenfremden Menschen in die „Währungen“, allen voran den Bitcoin und Ethereum geflossen. Es ist es auch kein Problem mehr sowohl Bitcoins als auch Ethereum per Sparplan über entsprechende Investmentzertifikate zu besparen. Beides macht meiner Meinung nach jedoch keinen Sinn. Sowohl der Bitcoin als auch Ethereum sind bereits völlig veraltete Kryptowährungen und hinken etlichen neuen Krypto Kandidaten erheblich hinterher. Daher gilt weiterhin meine Devise vor allem zum Bitcoin die ich bereits in folgenden Beiträgen erwähnt habe „Bitcoins jetzt noch kaufen? Warum der erste seriöse Bitcoin ETF mein Einstieg in die Welt der Kryptowährungen wird“ und „Der große Bitcoin Crash? Bitcoins verkaufen oder halten, warum Verluste von über 50 Prozent sehr wahrscheinlich sind“.


Mein Buchtipp zum Thema Bitcoins und Kryptowährungen:
Investieren in Kryptowährungen: Der leichte Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen. Digitale Währungen verstehen, aufbewahren und investieren

Wie kann man den Bitcoin oder auch Ethereum im Vergleich zu Aktien, Anleihen oder Gold monatlich besparen?
Wer den Bitcoin monatlich per Wertpapiersparplan besparen möchte, der muss einen kleinen Umweg gehen, zwar gibt es inzwischen zwei in Deutschland gehandelte Bitcoin Zertifikate, von XBT Provider das Zertifikat mit der WKN: A18KCN und von Vontobel WKN: VL3TBC sowie von XBT Provider das Ethereum Zertifikat mit der Nummer: A2HD38, doch habe ich noch keine Bank gefunden, welche beide als monatlichen Wertpapiersparplan anbietet. Die Orders müssten also manuell voreingestellt werden. Dies macht einen regelmäßigen Sparplan zwar möglich, dennoch aber auch etwas aufwändiger als einen klassischen ETF/ETC Sparplan.

Bitcoin als Sparplan UPDATE: So schnell kann es gehen, inzwischen bietet comdirect.de* das Zertifikat von Vontobel WKN: VL3TBC als Sparplan auf den Bitcoin an.

Warum ich weder in Bitcoin noch in Ethereum per Sparplan investieren würde
Wie in den beiden oben verlinken Beiträgen zu Bitcoin als Investitionsmöglichkeit, habe ich bereits auf die extremen Risiken des Bitcoins sowie auch Ethereum und andere Kryptowährungen hingewiesen und dass ich, wenn überhaupt nur maximal ein Prozent meines Kapitals als rein hochspekulatives Investment in Bitcoins investieren würde. Ein Sparplan hat den Hintergedanken langfristig und regelmäßig eine gewisse Geldmenge in ein Investment zu stecken. Das sowohl Bitcoins als auch Ethereum extrem spekulative Investments sind, deren Überlebensfähigkeit angesichts 2000 weiterer Kryptowährungen (Tendenz steigend) und ihren veralteten Technologien sowie inzwischen enormen Transaktionskosten und Zeiten (siehe Bitcoin) nur eine winzige Chance auf langfristigen Erfolg haben, ist eine Investition für mich in der Form eines Sparplanes völlig ausgeschlossen. Der Bitcoin könnte sich durchsetzen, das Potential wäre damit unfassbar gigantisch, die Chance ist aber relativ gering. Somit würde ich minimal wie bereits erwähnt in Bictoins und vielleicht auch Ethereum als momentan zweitgrößte Kryptowährung investieren, jedoch nie in Form eines Sparplanes.

Ein Sparplan für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum wäre derzeit auch aus Sicht der Gebühren nur ab 200 Euro im Monat sinnvoll
Ein weiterer Punkt welcher momentan zusätzlich klar gegen einen Sparplan in Bitcoin und Co spricht ist, dass die Gebühren für die einzelnen Orders und die Mindestanlagesumme monatlich oder auch vierteljährlich einfach zu hoch sind. Bei einer derzeitigen Ordergebühr (da es meines Wissens noch keine Bank mit einem sparplanfähigen Zertifikat zu Kryptowährungen gibt) von gut 9,90 pro Standard-Order, würde der regelmäßige Kauf von Kryptowährungs-Zertifikaten im Wert von 200 Euro mit rund fünf Prozent Gebühren aufschlagen. Hier lohnen sich nur größere Orders auch wenn die fünf Prozent im Angesicht der extremen Marktschwankungen von Bitcoin und Ethereum nur eine „geringe“ Rolle spielen. Auch bei eventuell später folgenden echten Angeboten eines Krypto-Sparplans z.B. ab 50 Euro oder 25 Euro im Monat mit nur 1,5 Prozent Gebühr, bleibt für mich das Problem der 1 Prozent Anlageregel im Vergleich zum Gesamtdepot. Um die geringste Sparplanrate von 25 Euro in Verbindung mit den ein Prozent Depotanteil zu erreichen, müsste ich 2500 Euro monatlich in den Sparplan investieren. Das kann man dann natürlich machen, wenn man das Geld dazu hat.


Fazit:
In einen regelmäßigen Investment-Sparplan gehören für mich Aktien, Anleihen, Gold und ggf. andere Edelmetalle welche physisch hinterlegt sind, Bitcoins, Ethereum und andere Kryptowährungen haben zum heutigen Zeitpunkt nichts darin verloren, außer man verfügt derzeit über derart viel Kapital das man sich einen Sparplan mit 20000 Euro im Monat anlegen kann, dann wären wir bei 200 Euro pro Monat für Kryptowährungen des Gesamtdepotvolumens und meiner eigenen Investmentregel (Der maximalen 1 Prozent Anteilsbasis der Kryptos am Gesamtportfolio) zurück. Von der Gebührenseite her wäre dies dann auch noch eine relativ praktikable Option.


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