Hewlett Packard (HP) Aktie verkaufen, oder direkt Short gehen?

Einer meiner neusten Zugänge in meinem Wikifolio „(wikifolio aufgelöst, siehe diesen Beitrag, ich bin jedoch immer noch auf wikifolio.com* aktiv.)“ ist ein Short auf Hewlett Packard. Diese Shortposition wurde nicht auf rein charttechnischen und aktuellen Fundamentaldaten, sondern vor allem auch auf Grund der Zukunftsaussichten des Unternehmens von mir aufgebaut und ist mit knapp 10 % im Portfolio bewertet. HP ist für mich eine der größten Shortchancen neben dem Südzucker Short und den Short auf Thyssen Krupp, die sich bisher beide stark im Plus befinden und deren Charts eine ordentliche erste Abwärtsbewegung mitgemacht haben.

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Die Gründe, warum für mich die HP Aktie aktuell kein Kauf ist und warum ich meine Short Position eingegangen bin sind folgende:

  1. Die Fundamentaldaten
    Seit einigen Jahren hat Hewlett Packard mit einem schrumpfenden PC Markt und damit verbundenem ordentlichen Preisdruck zu kämpfen. So gesund wie das Unternehmen einst zu seiner Blüte war, ist es schon lange nicht mehr. Der PC Markt könnte zwar durch Windows 10 wieder etwas an Fahrt gewinnen, langfristig wird er aber wohl durch die vielen Smartphone und Tablet Nutzer nicht wieder zu seiner alten Blüte zurückfinden. Auch bei den Druckern steigt der Konkurrenzdruck weiter an. Hewlett Packard ist im Druckersegment immer noch einer der besten Hersteller, ich besitze selbst einen ihrer Drucker und bin sehr zufrieden damit. Schaut man sich die aktuellen Amazon Druckerverkäufe* genauer an, dann sieht man wie etabliert und beliebt der Hersteller ist. Das Problem ist nur, dass nun auch die Druckerpatronen langsam in die Mühlen des Preiskampfes kommen. Insgesamt sehe ich hier also Fundamental mehr Verkaufsgründe als Kaufgründe für die HP Aktie.
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  2. Charttechnisch
    Bis vor ein paar Monaten gab es bei Hewlett Packard einen wunderschönen, charttechnisch einwandfreien Aufwärtstrend, begleitet von passabler relativer Stärke. Dieser Aufwärtstrend wurde klar und nachhaltig gebrochen. Es hat sich stattdessen ein steiler Abwärtstrend gebildet, mit einer nicht mehr vorhanden relativen Stärke zum Gesamtmarkt. Der Verkaufsdruck steigt faktisch täglich und dürfte sich in Anbetracht einer möglichen Zinserhöhung der FED sogar noch weiter erhöhen. Es gibt eigentlich keinen Boden mehr im HP Aktienchart. Hier könnte man nur noch die Region um 20 USD bis 22,50 USD und dann spätestens die viel tiefer liegende Region bei 11,50 USD bis 12,50 USD als Auffanglinie sehen. Also auch charttechnisch aktuell eine klare Verkaufsposition, mit hohen Chancen auf weitere erhebliche Kursverluste.
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  3. Der Ausblick der HP Aktie und des Unternehmens Hewlett Packard
    Der Ausblick auf die Zukunft des Unternehmens ist meiner Meinung nach düster. Der PC Markt dürfte weiter schrumpfen, die China Konkurrenz wie Lenovo weiter wachsen. Der Preiskampf bei Druckern dürfte sich verschärfen, bei Tintenpatronen, die sehr gewinnträchtig sind, hat er noch gar nicht erst richtig begonnen. Das Unternehmen ist kostentechnisch logischer Weise nicht auf China Niveau, HP muss sich dringend neue Geschäftsfelder oder Themen suchen. Da das Unternehmen aber immer noch eine stattliche Größe hat, dürfte dies nicht leicht fallen, ist aber meiner Meinung nach essentiell für die zukünftige Entwicklung von Hewlett Packard.
Meine persönliche Buchempfehlung, wenn Einzelaktien für Dich als Investition ein Thema sind:
"Der entspannte Weg zum Reichtum*" von Susan Levermann
Statt z.B. nur das KGV (Kurs/Gewinn Verhältnis) oder KCV (Kurs/Cashflow Verhältnis) einer Aktie als Bewertungskriterium zu sehen, setzt die Autorin hier mit einem aus meiner Sicht wesentlich besseren und umfassenderen Bewertungsmodell an.



Fazit:
Für mich ist HP ein klarer Verkauf und dies so deutlich, dass es ein Shortinvestment auf die Aktie wert ist. Wie bei allen Short’s, ist auch der auf Hewlett Packard von hohen Risiken begleitet. Will HP nicht so enden wie Kodak (Der frühere Platzhirsch der „einfachen“ Kamera vor dem Digitalkamera Siegeszug), so muss das Unternehmen dringend und mit aller Kraft dagegen steuern, ansonsten sehe ich hier langfristig schwarz.

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