Google Adsense was bedeutet „Active View“ in der Statistik und welchen Einfluss hat dieser prozentuale Wert?

Seit einiger Zeit weißt Google in seiner Adsense Statistik den so genannten „Active View“ Wert aus. Dieser wird prozentual erstellt und bezieht sich auf die Einblendungen der Werbung. Dabei sind jedoch nicht die rein technischen einwandfrei umgesetzten Einblendungen gemeint, unter die auch Werbeanzeigen fallen die der Nutzer so nie zu Gesicht bekommt, sondern die tatsächlich vom Nutzer gesehenen Werbeeinblendungen in Bezug auf die Vorraussetzung eines gültigen Active Views. Das klingt kompliziert, ist es aber überhaupt nicht und lässt sich relativ kurz und einfach erklären.

Was ist ein Active View und wann ist ein Active View gültig?
Um einen erfolgreichen Active View für eine Anzeigeinblendung zu generieren, braucht es nach der Standard Active View Richtlinie zwei Vorraussetzungen, die als allgemeiner Standard in der Onlinemarketing Branche anerkannt sind.

  • Erstens:
    Die Werbeanzeige wurde zu mindestens 50 % im sichtbaren Feld des Endnutzers angezeigt.
  • Zweitens:
    Die Anzeige wurde für mindestens eine Sekunde eingeblendet, als sie sich im realen Sichtfeld des Endnutzers befand

Sind beide Gegebenheiten erfüllt, dann wird die Anzeigeeinblendung als echter „Active View“ gewertet und erhöht somit auch den prozentualen Anteil dieser statistischen Kennzahl.

Wie hoch sollte der prozentuale Active View Wert bei Google Adsense in der Statistik sein?
Je höher der Wert ist umso besser. Es sollte natürlich immer 100 Prozent als Zielwert angestrebt werden, auch wenn dieser natürlich sehr unrealistisch ist. Ist die Webseite sehr groß und deren Beiträge bzw. Inhalt sehr lang, dann fallen selbst einige Active Views bei Desktop Nutzern weg, die z.B. nicht die Beiträge bis nach ganz unten lesen, oder einfach nicht scrollen. Bei Tablet- und Handy Nutzern ist diese Quote noch deutlich höher, vor allem wenn nur kurze Informationen und Textabschnitte gesucht werden. Das geht dann nicht nur negativ auf den Wert der durchschnittlichen Verweildauer, sondern auch direkt auf die Kennzahl der prozentualen Active View Quote.

Welche Auswirkungen hat der Active View Wert auf die Einnahmen bei Google Adsense?
Darüber kann grundsätzlich nur spekuliert werden. Fakt ist aber, dass natürlich die Unternehmen die ihre Werbung bei Google Adwords bezahlen und letztendlich die Puplisher die Adsense nutzen und letztendlich auch Google damit finanzieren ein starkes Interesse haben, dass ihre Werbung auch für möglichst viele Besucher sichtbar ist. Je höher die Active View Quote umso besser ist dann auch die Außenwirkung auf mögliche Werbetreibende. Ob nun eine niedrige Active View Kennzahl auch die Einnahmen direkt senkt, darüber kann wie gesagt nur spekuliert werden. In Abwägung zu den eigenen Besuchern sollte man natürlich immer ein ausgeglichenes Verhältnis zu Werbung und Nutzerfreundlichkeit haben. Was bringt denn schon eine werbetechnisch Active View optimierte Webseite, wenn sich die Leser nicht mehr wohl fühlen.

Was ist ein guter prozentualer bzw. durchschnittlicher Active View Wert bei Adsense?
Das ist ganz schwierig zu beantworten. Mein Wert ist je nach Seite bei knapp unter 50 Prozent. Ob das nun gut oder schlecht ist kann ich nicht sagen, da mir Vergleichswerte fehlen. Wenn ich aber bedenke wie viele Handy- und Tabletnutzer sich auf meinen Seiten tummeln, dann finde ich diesen Wert gar nicht mal so schlecht. Ich freue mich natürlich darüber wenn ihr Eure Werte unten in der Kommentarfunktion posten würdet, um mal einen groben Überblick und Vergleich zu bekommen.



Fazit:
Active View ist eine definitiv wichtige Kennzahl bei Adsense, die man aber nie über seine Besucher bzw. Leser stellen sollte. Nur um diesen Wert zu erhöhen die ersten 30 Prozent der Seite mit Werbung zuzuklatschen halte ich für absolut falsch. Ein hoher Wert ist hier natürlich erstrebenswert, jedoch sollte man immer zuerst an seine Nutzer denken, bevor man hier seine Statistik und tatsächlichen Active Views optimiert! Weder man selbst, noch Google hat ein Interesse an fallenden Nutzerzahlen. Eine Überoptimierung kann so mehr Einnahmen kosten, als eine wohl überlegte kleine Stellschraube an der man eventuell bei seinen Anzeigeeinblendungen und Werbepositionen dreht.

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