Auswirkungen der Ukraine auf den DAX werden vernachlässigt!

Aktuell befindet sich, trotz Griechenlandkrise und dem Konflikt in der Ukraine der DAX auf hohem Niveau zwischen 10900 und 11000 Punkten.
An der 11000 Marke ist er schon zweimal ordentlich abgeprallt und sollte spätestens bei 11100 einen „Deckel“ finden.
Erstaunlich ist, dass sich die Ukraine aktuell kaum auf den DAX auswirkt, Griechenland scheint ebenfalls egal zu sein.
Letzteres ist auch nahezu eine „winzige“ Bedrohung im Vergleich zu einer eventuellen Eskalation in der Ukraine.
Noch mehr geplante Sanktionen gegen Russland, dürften diesen Konflikt leider weiter anheizen.



Interessant ist auch, dass der DAX zweimal an der 11000er Marke abgeprallt ist, obwohl zu diesem Zeitpunkt offiziell „Frieden“ verhandelt wurde.

Jetzt wo dieser Friede sicherlich als gebrochen gilt, verharrt der DAX weiterhin auf hohem Niveau.
Dies kann sowohl positiv, als auch negativ gewertet werden.

Positiv für den DAX:

  1. Der DAX zeigt in der aktuellen Situation eine gute relative Stärke.
  2. Die Marktteilnehmer wollen trotz Krise weiter an Ihren Aktien festhalten.
  3. Es wird versucht bei kleinsten Korrekturen nachzukaufen.

Punkt drei halte ich in anbetracht, des enormen Risikos einer Eskalation in der Ukraine Krise für ziemlich fragwürdig.



Negativ für den DAX:

  1. Der DAX hat es selbst im „Frieden“ zweimal nicht über die 11000 Marke geschafft.
  2. Die Risiken von Griechenland werden unterschätzt und ein Austritt als zu positiv bewertet.
  3. Die Ukraine ist ein extrem unterschätztes Risiko, was den DAX sehr schnell nach unten treiben kann.
  4. Der aktuelle große Aufwärtstrend, ist eine hauptsächlich auf Schulden und Zentralbankgeld gestützte Really, mit sehr viel Optimismus und teilweise Übertreibungstendenzen.
    Ein Bruch dieses Trends, führt von extremen Optimismus relativ schnell in extremen Pessimismus.

Punkt vier, würde ganz klar erst bei einem Bruch sehr wichtiger charttechnischer Marken eintreten.
Diese sind für mich 10500 (nachhaltig unterschritten) 10000, 9800.
Darunter tritt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit die kritische Phase für den DAX ein, die spätestens bei 8900/8600 Punkten drehen müsste!

Sollte die Ukraine endlich Frieden finden und die Griechenland Frage nachhaltig gelöst werden, so hat der DAX, selbstverständlich nur mit weiterem Zentralbanksupport, die Möglichkeit in Richtung 12000 Punkte zu ziehen.

Wahrscheinlicher ist aktuell aber eher ein Verbleib unter 11100 Punkten, oder ein Rutsch nach unten.


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2 Gedanken zu „Auswirkungen der Ukraine auf den DAX werden vernachlässigt!“

  1. Meiner Meinung nach wird der Höhenflug solange sich die Zinspolitik der Zentralbanken nicht ändert unvermindert weitergehen. Da dagegen sind die Krisen in der Ukraine und Griechenland nicht relevant genung für die Finanzmärkte. Die Situation in der Ukraine ist ja bereits eskaliert, schlimmer als es momentan ist, kann es dort garnichtmehr werden und Griechenland spielt meiner Ansicht nach nur eine winzige Rolle. Ob mit den Griechen im Euro oder ohne, das kann den Finanzmärkten völlig egal sein. Die Welt wird sich so oder so weiterdrehen. Das sind natürlich alles nur Spekulationen, aber das macht den Wertpapierhandel ja erst so interessant:-)

    1. Ja das glaube ich auch, leider ist der Höhenflug nicht „gesund“ 🙂
      Heute ist der DAX ja wieder ordentlich nach oben gesprungen, nur weil man den Griechen Aufschub gewährt hat.
      So etwas wird schon als weiteren Grund für die Fortsetzung der Rallye vorgezogen.
      Trotzt stark gestiegener Börse, hab ich heute auf Grund meiner Absicherungen keinen Gewinn gemacht. Ich halte diese jedoch noch etwas.
      Ungemütlich wird erst ab 11400 + im DAX für meine Absicherungen.

      Gruß
      Marco

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