Wie wahrscheinlich ist es bei Xing von einem Headhunter bzw. Personaler ein Jobangebot zu bekommen?

Ich habe über die letzten Jahre einige Jobangebote über Xing bekommen, sowohl aus meiner eigenen Branche, als auch Quereinsteigerangebote aus anderen Wirtschaftsbereichen. Die meisten Angebote waren davon als seriös und solide zu bewerten, wobei natürlich auch der ein oder andere teils ominöse MLM Job dabei war. Nicht alles war für mich brauchbar bzw. interessant, im Schnitt waren allerdings viele gute Jobangebote dabei.

Wer hat das nicht gern, man wird von“ Headhuntern“, oder Personalern bei Xing angeschrieben und gefragt ob man denn gerne einen neuen Job annehmen möchte, neue Herausforderungen sucht, oder sich beruflich verändern will. Je öfter und „seriöser“ man angeschrieben wird, desto besser fühlt man sich natürlich, da man auf dem Arbeitsmarkt begehrt ist und auch durch das entgegen gebrachte Interesse eine Bestätigung für sich selbst, seine Arbeit, sowie sein Auftreten findet.

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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf ein Jobangebot über Xing? (Eigene Erfahrung)
Ich bin selbst seit etwas über einem Jahr Mitglied im Businessnetzwerk. Zu Beginn als Premium-, jetzt als Basismitglied. Den Unterschied zwischen Basis- und Xing Premium Mitgliedschaft habe ich im Bericht „Lohnt sich eine Mitgliedschaft bei Xing“ etwas ausführlicher beschrieben. Ich bekomme im Monat im Schnitt ein gutes Jobangebot über die Plattform. Es sind in der Regel etwas mehr, diese fallen aber zu den eher unseriösen oder unattraktiven Angeboten, daher zähle ich sie fairer weise auch nicht dazu. Manchmal bekommt man zwei bis drei Angebote innerhalb kurzer Zeit, dann wieder ein oder zwei Monate nichts.

Wie erhöhe ich  die Wahrscheinlichkeit einen Job über Xing zu finden, in dem man selbst von Personalern angeschrieben wird?
Ob Premium- oder die kostenlose Basismitgliedschaft die Chancen erhöhen von einem Personaler gefunden zu werden kann ich nicht beurteilen. Was allerdings aus eigener Erfahrung die Chancen drastisch erhöht sind folgende Punkte:

  1. Ein ausführliches und seriöses Profil, je besser, desto mehr Angebote
  2. Ein Profilbild (mit einem der Branche entsprechenden Auftreten!)
  3. Lückenlose und saubere Lebensläufe
  4. Ehrliches und ausführliches Stärken- und Schwächenprofil und/oder Qualifikationsangaben
  5. Sich abheben! Einfach nur „Teamfähig“ und „Flexibel“ zu schreiben ist langweilig!
  6. Nicht unter Wert verkaufen, aber auch nicht übertreiben, insbesondere bei den Gehaltsangaben!
  7. Kontakte pflegen und neue Kontakte finden erhöht die Wahrscheinlichkeiten ungemein.
  8. Gerade bei den Kontakten sind Headhunter und Personaler Kontakte oft Angelpunkt für weitere Kontakte, da Headhunter gerne bei anderen Headhuntern Kontaktlisten studieren.
  9. Verraten sie ein wenig Privates, aber bitte nicht die Party von letzter Woche. Hobbys und Interessen, die sich mit ihrem Berufsfeld vereinen sind Top!
  10. Gewonnene Wettbewerbe, berufliche und schulische Auszeichnungen, sinnvolle Seminarteilnahmen und ehrenamtliche Tätigkeiten kommen sehr gut an. Auch diese sollten natürlich zu ihrem Job passen (ehrenamtlich mal ausgenommen)!
  11. Suchen sie aktiv nach einen Job, dann sollten sie bei „Ich suche“ dies auch so kenntlich machen. „Ich suche neue Herausforderungen“ kann bei ihrem aktuellen Arbeitgeber aber auf erhebliche Probleme stoßen!
  12. Zeigen die nach Möglichkeit von ihnen entwickelte oder durchgeführte Referenzen, soweit dies Ihre Branche ermöglicht.

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Die Chance von Headhuntern und Personaler gefunden zu werden, hängt leider auch von nicht direkt beeinflussbaren Faktoren ab.
Auch mit einem schönen Profil kann man kaum, oder sogar keine Anfragen von Personalern bekommen. Dies hängt von den mehr oder weniger unbeeinflussbaren Faktoren bezüglich des eigenen Berufes und der gewählten Branche selbst ab. Diese sind unter anderem:

  • Die Branche (Beispiel: Sind genug Biotechnologen da, werden eben weniger gesucht)
  • Das konjunkturelle Umfeld. Ein Delle in der Wirtschaft lässt für allem zyklische Branchen auf dem Arbeitsmarkt unter Druck geraten. Druck in dem Fall natürlich auf die Jobsuchenden.
  • Das Wetter (Betrifft vor allem die Baubranche und die Gastronomie)
  • Ihr Job wird bald deutlich weniger-, oder gar nicht mehr gebraucht (Beispiel Fachverkäufer/in im stationären Buchhandel)

Fazit: Man kann die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen, von Personalern, oder neudeutsch „Headhuntern“ bei Xing aufgespürt zu werden und gute Jobangebote zu bekommen. Die meisten Faktoren sind durch einen selbst und die eigene Bereitschaft sich weiterzuentwickeln und stetig zu lernen vorgegeben. Da ich momentan nicht aktiv auf Jobsuche bin, habe ich mein Profil nicht bis auf das Maximum ausgebaut. Mein Profilbild ist ebenfalls nicht von der idealen Sorte, aber wie gesagt, ich suche auch nicht aktiv und bekomme trotzdem Angebote. Ich glaube, dass man mit einem sehr guten Profil in der richtigen Branche mit bis zu 5 guten Jobanfragen im Monat rechnen kann, wenn man nicht gerade bei „Jahresgehalt“ 100000 Euro eingestellt hat. Wobei das in einigen Branchen und Positionen natürlich üblich ist, manchmal sogar als „unterbezahlt“ gilt. Zumindest würde kein Lufthansa Pilot der oberen Stufen damit besonders glücklich werden.

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