Börse für Einsteiger Teil 5: Anleihen kaufen und vestehen

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Fast so bekannt wie die Aktie, aber mit vielen Besonderheiten ist: Die Anleihe

Was ist eine Anleihe? Einfach ausgedrückt sind Anleihen nichts weiteres als Schulden, die Unternehmen, Staaten, oder andere größere Schuldner begangen haben. Diese Schulden können Sie in Form von Anleihen an der Börse kaufen und bekommen im Gegenzug Zinsen.

Welche Arten von Anleihen gibt es? Anleihearten gibt es unzählige, für die Einsteiger Reihe ist erst einmal nur die klassische Anleihe wichtig. Neben Ihr existieren noch Stufenzinsanleihen, Wandelanleihen, Nachranganleihen oder Zero Bonds und noch viele Weitere, die jedoch alle unterschiedlich funktionieren Wie diese funktionieren erkläre ich Stück für Stück im Bereich „Börse“ unter der Kategorie „Für Fortgeschrittene“




Wie kaufe ich eine Anleihe? Anleihen werden genau wie Aktien über die Börse gekauft. Der große Unterschied ist jedoch die Stückelung der Anleihe die Sie kaufen möchten und deren aktueller Kurswert, dargestellt als Prozent Wert. Während sie Aktien immer pro Stück kaufen, gibt es Anleihen nur in verschiedenen „Portionen“ zu kaufen. Diese reichen von 0,01 d.h. sie können theoretisch bei 100 % Kurswert Anleihen für einen Cent erwerben, bis hin zur eher gewöhnlichen Größe 1000. Weiter geht es meist mit 2000, 5000, 10000 und höheren Stückelungen. Teilweise gibt es Anleihen mit so genannter „Kindersicherung“, dort müssen Sie bei einem Kurswert von 100 % bis zu 100 Tsd. Euro und mehr für eine Anleihe bezahlen, um sie Ihr eigen nennen zu können. Unter Besonderheiten gehe ich nochmals auf das Thema: „Aktueller gehandelter Prozentsatz für Anleihen“ ein. Noch ein kurzes Beispiel: Sie möchten Anleihen für 1000 Euro kaufen mit einer Stückelung von 1000 Euro und der Wert der Anleihe beträgt aktuell an der Börse 100 %. So müssen sie exakt 1000 Euro für eine Anleihe bezahlen.

Welche Besonderheiten gibt es bei Anleihen?

  1. Anleihen werden nicht als eigentlicher Wert wie Aktien, Fonds oder Zertifikate gehandelt, sondern immer in Ihrem aktuellen Prozentwert. 100 % aktueller Börsenwert heißt, sie müssen 100 % für eine Anleihe zahlen. Siehe Beispiel oben.
  2. Anleihen können auf Grund veränderter Zinsen, oder Risiken am Markt auch über oder unter Ihren 100 % Wert steigen oder fallen. Beispiel wie oben, Stückelung 1000, Börsen gehandelter Wert jedoch 90 %. Dann kostet Ihre Anleihe momentan nur 900 Euro statt 1000 Euro. Bei 110 % währen es wiederum 1100 Euro, die Sie für die entsprechende Anleihe zahlen müssten.
  3. Klassische Anleihen schütten in der Regel mindestens einmal im Jahr Zinsen aus. Diese Zinsen gibt es immer auf den 100 % Wert der Anleihe. Beispiel: Eine Anleihe der BASF würde jedes Jahr einmal 5 % Zinsen ausschütten. So bekommt jeder Anleihebesetzer bei einer Stückelung von 1000 Euro je Anleihe 50 Euro Zinsen ausbezahlt. Diese 50 Euro gibt es aber auch für denjenigen, der die Anleihe zu 900 Euro erworben hat, ebenso für den Investor der zu 1100 Euro gekauft hat. Es zählt nur der 100 % Wert für die Zinsen!
  4. Anleihen werden in der Regel immer zu 100 % Ihres Wertes zurückbezahlt, sollte das Unternehmen oder der Staat zahlungsfähig sein. Ansonsten können Anleihen auch im schlimmsten Fall wertlos verfallen. Suchen Sie sich also den Schuldner sehr gut aus! Je höher die Zinsen einer Anleihe, umso höher ist normalerweise das Risiko eines Ausfalls.
  5. Anleihen können Ihnen zu den Zinsen zusätzliche Kursgewinne bringen. Sollten sie eine Anleihe zu 90 % erworben haben und sie wird Ihnen zu 100 % zurückgezahlt, so bekommen Sie neben den Zinsen auch noch 10 % Kursgewinn am Ende der Laufzeit oben drauf.
  6. Anleihen haben in der Regel eine feste Laufzeit, an deren Ende sie zurückbezahlt werden müssen, so der Schuldner natürlich zahlen kann und nicht Pleite geht.
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Statt z.B. nur das KGV (Kurs/Gewinn Verhältnis) oder KCV (Kurs/Cashflow Verhältnis) einer Aktie als Bewertungskriterium zu sehen, setzt die Autorin hier mit einem aus meiner Sicht wesentlich besseren und umfassenderen Bewertungsmodell an.



Risiken von Anleihen:

  1. Schuldner geht pleite bzw. schuldet in neue Anleihen um. Risiko des Totalausfalls des eingesetzten Kapitals
  2. Schuldner kann während der Laufzeit einer Anleihe die Zinsen nicht mehr bedienen, Zinsausfallrisiko!
  3. Der Markzins ändert sich, dies kann bei steigenden Zinsen zu deutlichen Kursverlusten der Anleihen während der Laufzeit führen.
  4. Falls die Anleihen in einer Fremdwährung notieren, kann es zu Verlusten durch Währungskursschwankungen kommen.

Die englische Bezeichnung für Anleihe:

Bond

Weiter geht es in der Reihe „Börse für Einsteiger“ mit Teil 6 und dem Thema Fonds.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:




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Über Marco Eitelmann 353 Artikel
Mein Name ist Marco Eitelmann und ich freue mich, dass Dein Interesse für diesen Blog, der mittlerweile schon seit 2014 existiert, geweckt wurde. Auf dieser Webseite geht es hauptsächlich um die Themen: „Selbständigkeit, Blogging und Internetmarketing sowie Börse und damit verbundene Investitionsmöglichkeiten“. Ziel aus allen Themen soll ein möglichst stabiles, langfristiges und vor allem nachhaltiges passives Einkommen sein. Meine Qualifikationen: Ich bin finanziell selbständig und erfolgreich unabhängig durch meine Web-Projekte und meine Börseninvestitionen geworden und verfüge so über Wissen in diesen Bereichen aus erster Hand und langjähriger Erfahrung. Ich bin seit 1998 durchgehend privat am Kapitalmarkt tätig und habe von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Fonds, ETF bis hin zu Zertifikaten wie Turbo Optionsscheinen, Mini Future- und Bonus/Reverse Bonus Zertifikaten alles aktiv gehandelt. Ich habe sowohl den Crash von 2000 als auch den von 2007/2008 mit prozentual geringen Verlusten mitgemacht und kenne nicht nur die Sonnenseite der Märkte. Meine grundlegende Investitionsstrategie ist konservativ, global breit diversifiziert und langfristig ausgelegt.

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