Bleibt Google Analytics alternativlos?

Beitrag aktualisiert am 21. Mai 2022 von Marco Eitelmann

Kein anderes Auswertungstool um die Besucherströme einer Webseite zu kontrollieren und vor allem ausführlich zu analysieren ist so verbreitet wie Google Analytics. Zwar gibt es einige Konkurrenten die per Code eingebunden, aber auch serverseitig installiert werden können, doch schafft es bisher niemand an den schier endlosen Umfang und die Tiefe des Auswertungstools von Google heranzukommen.


Warum dann überhaupt Alternativen zu Google Analytics suchen?

Das Problem bei diesem zugegebenermaßen exzellenten Tool ist der Datenschutz, die DSGVO und die Problematik das die Daten in die USA übermittelt werden. Zudem muss man um überhaupt in der Statistik aufzutauchen beim Besuch einer Webseite alle Google Cookies zuvor akzeptieren, ansonsten wird man gar nicht erst gezählt, geschweige denn ausführlicher analysiert.

In Zeiten in denen teilweise bis zu 60 Prozent aller Internetnutzer die Cookies grundsätzlich ablehnen und die Datenschutzrichtlinien immer schärfer werden, bekommt Google Analytics zunehmend Akzeptanz und Umsetzungsprobleme.

Vom reinen Umfang her ist und bleibt das Tool der Konzernmutter Alphabet alternativlos und unangefochtene Nummer eins. Doch wird es inzwischen so scharf torpediert, dass es in einigen Länder zu totalen Einsatzverboten des Analysetools gekommen ist. So braucht man gar nicht weit ins Ausland schauen und findet bereits im Nachbarland Österreich ein Urteil und ein Verbot, das die Nutzung nicht mehr vollumfänglich ermöglicht.

Ich nutze selbst noch Google Analytics auf einigen meiner Seiten, schaue mich jedoch zunehmend nach Alternativen Programmen um und setze diese nach und nach ein. Bisher habe ich keine schlechten Erfahrungen damit gemacht, allerdings ist der Umfang extrem reduziert.

Welche Alternativen zu Google Analytics gibt es?

Zugegeben, möchte man den gleichen Umfang haben wie es das Originaltool bietet, dann gibt es definitiv noch keine Alternative die man frei wählen kann. In diesem Google Analytics Lexikon findet ihr eine sehr gut gemachte Anleitung wie ihr Step By Step selbst ein kostenloses Google Konto eröffnen könnt, um Euch allein vorab schon ein Bild der schier unendlichen Analysefähigkeiten und Auswertungsoptionen machen zu können.

Doch wie sieht es jetzt mit Auswertungstools aus, die ihr am besten sogar serverseitig nutzen könnt? Zudem sollten sie natürlich auch kostenlos wie Analytics selbst sein.

Ich habe neben vielen Kurzversuchen bisher vier Programme ausführlicher ausprobiert und bin bei zweien als Kombinationslösung aktuell stehen geblieben.


  1. Matomo Analytics
    Dieses Tool hat mir vom Umfang her sehr gefallen und mich am ehesten an Google Analytics erinnert. Ich fand die Bedienung und die Übersichtlichkeit allerdings nicht ideal und vieles brauchte ich auch einfach nicht. Einen schlechten Ruf hat es allerdings nicht und es gab grundsätzlich auch von mir nichts gravierendes, negatives zu berichten was die technische Seite angeht. Wer sehr viel und ausführlichen Umfang mag, der ist hier gut bedient.

  2. WP Statistics
    Das speziell für wordpress entwickelte Auswertungstool hat mir schon besser gefallen, es hat weniger Möglichkeiten als Matomo, war für mich aber übersichtlicher, verursachte aber auch gleichzeitig bei mir Probleme mit dem Caching und der Performance. Das muss bei Dir wiederum nicht so sein, aber die Bewertungen des Plugins zeigen deutlich gemischte Meinungen. Einen Versuch ist es jedoch allemal wert.

  3. Koko Analytics
    Dieses Tool ist vom Umfang im Vergleich zu den vorangegangenen Programmen oder gar dem Original Google Analytics echt süß. Es bietet lediglich simple Zählstatistiken, den Referrer (Wo kam der Nutzer her bevor er bei Dir auf der Seite gelandet ist) und einfache Seitenaufrufe. Der Vorteil ist, dass es ohne Cookies auskommt und auf Deinem eigenen Server liegt.

  4. WordPress Popular Posts
    Dieses sehr simple Statistik Tool, das ebenfalls ohne Cookies auskommt, setze ich in Kombination mit Koko Analytics ein. Es zählt praktisch die reinen Aufrufe von Artikeln und rankend sie nach der Aufrufzahl auf verschieden einstellbaren Zeitebenen.

Mein Analyseeinsatz mit Kombinationen von Cookie reduzierten bzw. sogar Cookie freien Tools

Auf meinen neuen Seiten nutze ich gar kein Analytics mehr. Auf den älteren großen Seiten ist es noch im Einsatz. Ich habe unzählige Kombinationen ausprobiert, jedoch bin ich auch damit nicht an das Original herangekommen. Ich habe mich auf die wichtigsten Kennzahlen beschränkt die mir die anderen Tools geben konnten.

Ganz wichtige Kennzahlen wie z.B. die durchschnittliche Aufenthaltsdauer/Sitzungsdauer auf der Webseite oder die Absprungrate, kann ich mit den beiden Alternativen Koko Analytics und WordPress Popular Posts leider nicht auswerten. Dazu benötigt es Cookies und viel mehr Code.

Dennoch sehe ich die Besucherzahlen, Referrer und Aufrufe einzelner Artikel sehr nah an den Google Analytics Vergleichsdaten, da diese Tools auf den Seiten parallel laufen. Im Prinzip sind die beiden Alternativen hier in Kombination sogar wesentlich genauer.

Da sie keine Cookies benötigen, tracken sie alle Nutzer absolut anonym. Dies ermöglicht tatsächlich nahezu alle Aufrufe zu zählen, während bei Google Analytics allein schon 50-60 Prozent aufgrund der Cookie Ablehnung überhaupt nicht mehr erfasst werden.

Als ich damals wie alle auf den Cookie Notice Zwang mit vorheriger Bestätigung von Cookies umsteige musste, fielen von einem Tag auf den anderen optisch die Besucherzahlen um die Hälfte. Die Cookie Consent Statistiken erklärten mir das jedoch innerhalb von Sekunden, anhand der sehr hohen Ablehnungsraten der Analytics Cookies.

In Zukunft wird der Datenschutz wohl noch extremer gestaltet werden, selbst wenn dies in einigen Teilen überhaupt nicht mehr sinnvoll ist, weder für den Internetnutzer, noch für den Anbieter von Inhalten, Produkten oder Dienstleistungen.

Selbst ein Verbot von Google Analytics in noch mehr Ländern, vielleicht sogar in Deutschland ist nicht ausgeschlossen. Sollte Alphabet nicht gegensteuern und sich etwas Neues überlegen, dann wird es immer mehr Reibungspunkte und Einschränkungen geben.



Datenschutz ist grundsätzlich sehr wichtig, aber das was in den letzten Jahren aufgebaut wurde und in Zukunft noch mehr durch Bürokratie von Menschen fernab der wirtschaftlichen Realität hinzukommt, das ist weder gut für die Nutzer, nervt tierisch, kostet alle Beteiligten viel Geld und Zeit und schädigt die komplette Internetwirtschaft.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:


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