DIY – So wird aus dem Hobby ein lukrativer Nebenjob

Egal ob selbstgemachter Schmuck, selbstgetöpferte Blumentöpfe oder selbstdesignte T-ShirtsDo-it-Yourself liegt momentan wieder total im Trend. Wer handwerklich geschickt ist, muss sich mit seiner selbstgebastelten Kunst aber nicht zu Hause verstecken. Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Plattformen, auf denen Hobbybastler ihre Leidenschaft in bares Geld verwandeln können. So kann aus einem DIY-Hobby schnell ein lukrativer Nebenjob werden. Doch damit ein kleines DIY-Business auch erfolgreich wird, sollten Bastelfans einiges beachten.


(DIY- Produkte können einen deutlichen Beitrag entweder in Form eines Nebeneinkommens oder sogar Hauptgewerbes zur finanziellen Versorgung leisten. Es sind sowohl materielle als auch digitale Waren und Dienstleistungen möglich, die entweder ein aktives oder passives Einkommen bzw. eine Mischung aus beiden generieren.)



Weniger ist mehr: die Produktpalette festlegen
Ohrringe, Einladungskarten oder doch Kerzenhalter? Bevor es mit dem Nebenjob losgehen kann, sollte man sich klar entscheiden, welche Produkte man online später überhaupt anbieten möchte. Bei vielen verschiedenen Artikeln können die Materialkosten dafür zu Beginn schnell ein großes Loch in die Kasse reißen. Deshalb sollten Verkaufsneulinge zunächst eine kleine Produktpalette anbieten und den Fokus auf qualitativ hochwertige Artikel legen. Dies überzeugt am Ende wesentlich wahrscheinlicher mögliche Kunden als wenn man auf Billigwaren zurückgreift.

Bei der Vermarktung heißt es: klein anfangen
Die potentiellen Kunden müssen erst einmal auf die selbstgemachten Produkte aufmerksam werden. Hier gilt: klein anfangen. DIY-Fans sollten ihre selbstgemachten Artikel zunächst im Freundes- oder Bekanntenkreis vermarkten. Denn es bringt nur wenig, wenn man ausschließlich selbst sein größter Fan ist. Kommen die Produkte aus eigener Herstellung im näheren Umfeld gut an, kann die Vermarktung größere Ausmaße annehmen. Um für die eigenen Produkte zu werben, und um Kontakte in der DIY-Szene zu knüpfen, eigenen sich unter anderem:

  • Flohmärkte
  • klassische Wochenendmärkte
  • Handarbeitsmessen
  • Kooperationen mit örtlichen Läden

Hat sich durch Mundpropaganda schon ein kleiner Kundenstamm entwickelt, kann es mit dem Online-Geschäft losgehen. Mittlerweile gibt es im Internet zahlreiche Plattformen, auf denen Bastelfreunde ihre Produkte anbieten können. Die bekanntesten sind hier zusammengefasst.

So klappt es mit der ansprechenden Gestaltung von Produktseiten
Hat man die ideale Plattform gefunden, kann man dort die einzelnen Artikel einstellen. Wichtig sind hier vor allen Dingen:

  • Gute Produktfotos: Gibt es keine Fotos, wird das Produkt nicht geklickt. Der Kunde will schließlich sehen, was er kauft. Die Bilder sollten deshalb hochwertig und das Produkt aus verschiedenen Perspektiven fotografiert sein. Mit diesen fünf Tipps schießen Anfänger Fotos die wesentlich professioneller aussehen als so mancher schneller Schnappschuss.
  • Ansprechende Texte: Gute Produkttexte sind das A und O. Da es online keinen realen Verkäufer oder besser gesagt ein direktes Gegenüber gibt, will der Kunde durch die Texte erfahren, warum er das Produkt denn eigentlich bestellen soll.
  • Für Wiedererkennung sorgen: Ein bleibender Eindruck bei den Kunden ist sehr wichtig um ihn gegebenenfalls erneut als Käufer zu gewinnen. Dabei kann ein einprägsames Logo oder ein Slogan helfen. Auch die Qualität der Produkte sollte positiv im Gedächtnis bleiben. Im besten Fall können sich die Kunden sogar mit den Produkten identifizieren.
  • Die Geschichte hinter dem Produkt: Kostüme für das Kindertheater oder Stricken im Seniorenheim – Was hat einen selbst zu seinem DIY-Hobby gebracht? Das möchte der Kunde gerne erfahren, denn so versprüht Selbstgebasteltes gleich viel mehr Authentizität.
  • Wichtige Fragen beantworten: Was kostet der Versand? Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es und wie erreicht man im Notfall den Verkäufer? Nach dem Kauf möchte der Kunde abgesichert sein. Diese grundlegenden Verkaufsinformationen dürfen bei keinem Produkt fehlen.

Trudeln über den Plattformverkauf immer mehr Bestellungen ein, kann man sich schließlich überlegen, einen eigenen Online-Shop einzurichten. Wer sich darüber hinaus genauer über den Verkauf von selbstgemachten Produkten informieren will, dem ist das E-Book „DIY Selbstgemachtes verkaufen“ zu empfehlen. Der Ratgeber informiert außerdem darüber, was es steuerrechtlich beim Verkauf von selbstgemachten Produkten zu beachten gibt.



Fazit:
Wer gerne bastelt oder handwerklich begabt ist, der kann sich nebenberuflich oder bei größerem Erfolg sogar hauptberuflich ein gutes Standbein schaffen. Da die meisten DIY Produkte eher eine aktive Form des Einkommens darstellen, ist es für die Interessenten an passiven Einkommensquellen eher interessant auf bleibende und digitale DIY-Produkte zu setzen bzw. diese zu verkaufen. Ganz wichtig ist neben allem Aktionismus sowohl die steuerliche, als auch die rechtliche Seite zu beachten. Neben den obligatorischen Angaben wie Impressum, Lieferungsbedingungen und der Widerrufsbelehrung, sind insbesondere auch weitere datenschutzrechtliche Angaben erforderlich, Stichwort „Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO“, sowie mögliche Abmahnfallen für Shopbetreiber durch fehlende oder versehentlich falsche Angaben zu berücksichtigen. Ganz wichtig ist natürlich auch eine entsprechende korrekte Gewerbeanmeldung zu vollziehen und auf keinen Fall Produkte einfach so zu vertreiben, auch nicht auf Flohmärkten, denn selbst diese Vertriebsart benötigt ein sogenanntes „Reisegewerbe“.


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