Welche Arten von positiven Börsenphasen gibt es?

An der Börse gibt es verschiedene, relativ genau zu bestimmende Phasen, die zwischen Gier und völliger Euphorie und blanker Panik, bis tiefer Depression einzuordnen sind.
Ich habe mir die Börsenphasen in folgende, signifikante Bereiche unterteilt und handle nach diesen Marktphasen.
Im ersten Bericht, möchte ich Ihnen die positiven Börsenphasen und Ihre jeweiligen Ausprägungen vorstellen.
Dies sowohl anhand der Markteilnehmer und deren Emotionen, als auch an der grundlegenden Charttechnik.

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Positive Börsenphasen, sortiert von leicht, bis extrem positiv.

Bodenbildung

Nach einer Baisse und einem tiefen Sturz der Börsenkurse, hat sich der Markt nach längerer Abwärtsphase stabilisiert.
Die Marktteilnehmer erwachen langsam aus Ihrer tiefen „Depression“.
Ein charttechnischer Boden bildet sich, dieser ist umso aussagekräftiger und stärker, je öfter er an seinem Tiefpunkt abprallt. Drei gleiche Tiefs, mit anschließender Gegenbewegung bedeuten für mich eine solide Bodenbildungsbasis.
In dieser Börsenphase halten sich die meisten Anleger noch zurück, sind teilweise extrem verängstigt, oder gar von den Aktien bzw. Werten in die sie vorher investiert waren ganz abgekommen.
Die Aktien Verkäufe haben sich soweit reduziert, dass sie mindestens mit den neuen Aktien Käufen gleichalten und die Kurse ralativ „stabilisiert“ sind.
Der Verkaufsdruck am Markt ist faktisch nicht mehr gegeben.

Aufkeimende Hoffnung an der Börse

Der Markt bewegt sich langsam vom charttechnischen Boden mehr oder weniger stark nach oben.
Diese Phase kann sehr unterschiedlich stark von statten gehen und die Schwankung (Volatilität) während dieser Börsenphase kann ebenfalls stark variieren.
Ideal ist ein langsamer aber kontinuierlicher Anstieg nach der Bodenbildung.
Die Käufer kehren nach und nach an den Markt zurück und überwiegen die Verkäufer von Aktien.
In dieser Phase halten sich jedoch die meisten Marktteilnehmer noch außerhalb des Marktes auf und beobachten ihn an der Seitenlinie.
Die Risikobereitschaft ist nach wie vor niedrig.

Stabiler gesunder Aufwärtstrend, der Optimismus kehrt zurück

Die Wirtschaft ist von einem positiven Newsflow begleitet und die Kurse steigen mit kleineren Korrekturen beständig an.
Es hat sich ein solider Aufwärtstrend gebildet, der von mindestens drei starken, aufwärtsgerichteten Tiefpunkten gestützt wird.
Der Trend ist fundamental begründet und wird durch positive Faktoren weiter gestützt.
Dies sind insbesondere steigende Unternehmensgewinne, sinkende Arbeitslosenzahlen, idealerweise mit Zentralbankunterstützung, sowie politische Unterstützungen, seien es Leitzinssenkungen, oder ordentliche Konjunkturprogramme.

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Statt z.B. nur das KGV (Kurs/Gewinn Verhältnis) oder KCV (Kurs/Cashflow Verhältnis) einer Aktie als Bewertungskriterium zu sehen, setzt die Autorin hier mit einem aus meiner Sicht wesentlich besseren und umfassenderen Bewertungsmodell an.



Der Aufwärtrend bricht nach oben aus. Euphorie entsteht, Kaufpanik tritt ein.

Dies ist die letzte Phase des Aufwärtstrends und schwer einzuschätzen, denn sie kann teilweise sehr lange andauern und übertriebene, oder gar extreme Züge annehmen.
Nach extremem Optimismus, verfallen die Marktteilnehme zunehmend in Euphorie.
Der Großteil der „Börsen Experten“ überschlägt sich mit immer höheren Kurszielen.
Es folgte ein gewaltige Gier und Euphoriewelle, die Kurse heben sich enorm von den tatsächlichen Fundamentaldaten ab.
Kaufpanik bricht los. Zeitungen und Medien berichten von den schier unendlichen Kursgewinnen.
Die Anleger, die nie wieder etwas von Aktien wissen wollten, kehren mit den letzten Investoren, die sich über Ihre bisher verpassten Kursgewinne ärgern und nun aufgegeben haben in den Markt zurück.
Die Endphase wird durch einen gewaltigen senkrecht anmutenden Chartausschlag nach oben beendet.
Solange dieser läuft, sind nochmals enorme Gewinne möglich, aber wehe er dreht!
Der Markt ist gefährlich, aber gleichzeitig sehr gewinnträchtig!
In dieser Phase wird jegliche Rationalität überwunden. Bewertungen zählen nicht mehr.
Spätestens wenn auch die Hausfrau des Nachbars, ohne Börsenverständnis vom Aktienkauf spricht, sollten alle Alarmglocken läuten.
Das Ende naht…. (Das Ende des Aufwärtstrends).

Was danach folgt, lesen Sie im zweiten Teil: Welche Arten von negativen Börsenphasen gibt es?

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