Ist Gold langfristig eine sichere Geldanlage?

Beitrag aktualisiert am 9. Juli 2019 von Marco Eitelmann

Oft hört man den Spruch „Gold wird nie wertlos“, oder „Gold ist langfristig eine sichere Geldanlage“.
Ich möchte diesen Fragen auf den Grund gehen und ausführlich über tatsächliche Erwartungen und Chancen, als auch auf Risiken und Mythen bei dem Thema „Kapitalanlage in Gold – Sicherheit und Risiken“ eingehen.


Zunächst einmal die Frage „Kann Gold wirklich nie wertlos werden?“

Die Antwort ist einfach: „eigentlich nicht“. Ich sage bewusst „eigentlich“, denn Gold kann natürlich nie ganz wertlos werden, weil es selbst im Universum begrenzt ist.
Irgendeinen Wert, wird Gold allein durch seine Förderkosten, sowie Verarbeitungs- und Transportkosten immer haben, zumindest solange die Menschheit in „Werten“ denkt.

Trotzdem kann es zu extremen Goldpreisstürzen in der Zukunft kommen. Ein extremer Verfall beim Goldkurs kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden und einige Zeit anhalten.
Es gibt hierzu ein paar Möglichkeiten, die direkt in Betracht gezogen werden können.

  1. Die Politik verbietet den Besitz von Gold, oder stellt diesen sogar unter Strafe.
    Diese für manche Menschen seltsam und utopisch klingende politische Entscheidung gab es schon öfter, auch in „demokratischen“ entwickelten Ländern wie z.B. der USA im 20. Jahrhundert.
    Gold ist dann zwar immer etwas wert, aber kaum handelbar und sein Besitz illegal, was zu höheren Strafen führen kann, als das im Besitz eines privaten Kapitalanlegers befindliche Gold letztendlich wert ist.
  2. Es wird plötzlich ein gewaltiges Goldvorkommen auf der Erde entdeckt.
    Dies ist nicht unwahrscheinlich und sollte über die Jahrzehnte und Jahrhunderte durch immer bessere technologische Fortschritte durchaus möglich sein.
    Die Auswirkungen auf den Goldpreis wären verheerend, da die tatsächliche Gold menge auf diesem Planeten, welche bisher in der ganzen Menschheitsgeschichte gefördert wurde relativ gering ist.
  3. Die Technologie entwickelt sich soweit, das Gold künstlich hergestellt werden kann.
    Gold hat auch dann sicherlich noch einen Wert, aber dieser fällt mit den Jahren und dem technologischen Fortschritt sicherlich sehr schnell und wird sich irgendwo bei den Produktionskosten synthetischen Goldes stabilisieren.

Um die erste Frage nochmals kurz zu beantworten „Nein Gold wird nie ganz wertlos, blickt man aber in die Zukunft, so wird es sicherlich irgendwann sehr billig“ Dies kann wenige Jahrzehnte, aber auch noch Jahrhunderte dauern.


Die zweite Frage ist, „Ist Gold langfristig eine sichere Geldanlage?

Hier muss man sich eher Fragen „Was heißt langfristig?“.
Langfristig wird Gold nie ganz seinen Wert verlieren und sicherlich noch einige Währungen überleben.
Es gab aber Zeiten, in denen Gold über Jahrzehnte nur eine Richtung kannte, nach unten.

Im vergangenen 20. Jahrhundert gab es eine solche Phase. Jahrzehnte sind noch erträglich für Investoren, jedoch was ist mit Jahrhunderten?

Ja, auch das gab es, über 100 Jahre einen fallenden bzw. niedrigen Goldpreis, durch Einfuhren nach Europa während des 16. Jahrhunderts zum Beispiel.
Die Goldmenge war derart groß, das Gold zunehmend wertloser wurde.
Die entstehende Inflation nahm verheerende Ausmaße an, da die damaligen Währungen an das Gold direkt gekoppelt waren und größtenteils mit echten Goldmünzen gehandelt wurde.

Und auch weit vor diesen Zeiten gab es noch gewaltigere Goldpreisabstürze, die ganze Kulturen wirtschaftlich in Bedrängnis brachten, wie etwa die unglaublichen Goldmengen des Mansa Musa von Mali, mit der er den Goldpreis im Ägypten zum Zusammenbruch brachte.

Die Antwort zu „Ist Gold langfristig eine sichere Geldanlage?“ lautet „ja“, jedoch kann dies sehr lange dauern, wenn man ungünstig einsteigt.

Ist es sinnvoll Gold zu vererben?

Geht man bei Gold vom reinen Werterhalt aus und hat man sehr langfristig keine Bedenken Gold zu halten, so macht es Sinn Gold zu vererben.
Sein Papiergeld zu vererben, hält nur bis zur nächsten Währungsreform, oder globalen Wirtschaftskrise, Gold hält sich darüber hinaus.

Irgendwann, wird es wohl in ein paar Jahrhunderten eher wenige sinnvoll sein Gold zu vererben.
Wenn es kein Problem mehr für die Menschheit darstellt auf anderen Planeten Rohstoffe abzubauen, dann ist Gold sicherlich deutlich billiger, nicht wertlos, aber billig, denn es gibt sehr viel davon! Auf manchen Planeten liegt es auf der Oberfläche einfach in großen Vorkommen herum.
Spätestens dann sollte man sich gut überlegen, eher in Metalle die seltener als Gold sind zu investieren.
Ein Beispiel wäre hier Rhodium.



Ihre Einschätzung zu Gold und dem zukünftigen Goldpreis ist gefragt in der aktuellen: „Gold Umfrage

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Über Marco Eitelmann 372 Artikel
Mein Name ist Marco Eitelmann und ich freue mich, dass Dein Interesse für diesen Blog, der mittlerweile schon seit 2014 existiert, geweckt wurde. Auf dieser Webseite geht es hauptsächlich um die Themen: „Selbständigkeit, Blogging und Internetmarketing sowie Börse und damit verbundene Investitionsmöglichkeiten“. Ziel aus allen Themen soll ein möglichst stabiles, langfristiges und vor allem nachhaltiges passives Einkommen sein. Meine Qualifikationen: Ich bin finanziell selbständig und erfolgreich unabhängig durch meine Web-Projekte und meine Börsen-Investitionen geworden und verfüge so über tiefes Fachwissen in diesen Bereichen aus langjähriger Erfahrung und stetiger Weiterbildung. Ich bin seit 1999 durchgehend privat am Kapitalmarkt tätig und habe von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Fonds, ETF bis hin zu Zertifikaten wie Turbo Optionsscheinen, Mini Future- und Bonus/Reverse Bonus Zertifikaten alles aktiv gehandelt. Ich habe sowohl den Crash von 2000 als auch den von 2007/2008 mit prozentual geringen Verlusten mitgemacht und kenne nicht nur die Sonnenseite der Märkte. Meine grundlegende Investitionsstrategie ist konservativ, global breit diversifiziert und langfristig ausgelegt.

5 Kommentare

    • Hallo Sergej,

      sehe ich genauso, die nächsten Jahrzehnte Gold zu Diversifikations- Zwecken im Depot zu haben, oder an Kursbewegungen zu partizipieren sollte kein Problem darstellen, Langfristig und ich meine sehr langfristig ist Gold wirklich nicht mehr viel wert.

      Gruß
      Marco

  1. Dieser ganze Text geht von völlig falschen und naiven Annahmen aus. Deswegen sind auch die Schlussfolgerungen falsch.

    Gold künstlich herzustellen kostet viele Größenordnungen mehr, als der aktuelle Goldpreis. Dazu braucht es Kernreaktoren oder Schwerionen-Teilchenbeschleuniger, die beide zu den teuersten Dingen auf der Welt gehören. Und damit könnte man – bestenfalls – ein paar Gramm Gold im Jahr herstellen, was zudem – durch Isotopenmischung – auch noch langfristig radioaktiv ist. Man braucht also auch noch eine Isotopentrennungsanlage zur Reinigung des Produkts. Das nächste Ding, was zu den teuersten Dingen auf der Welt gehört.

    Interplanetare Raumfahrt mit Bergbau… sorry, aber das ist reinste Science Fiction. Ein Kilo Masse aus dem Schwerefeld der Erde (nicht nur in die Umlaufbahn) zu schießen kostet schon so viel, wie ein Kilo Gold heute.

    Bis eins davon konkurrenzfähig (geschweige denn technisch möglich) sein könnte, muss Gold noch eine Million mal teurer als heute werden. Erst dann könnten wir über diese Wege reden.

    Neue Goldvorkommen zu finden, die den Goldpreis gefährden könnten, ist auch sehr unwahrscheinlich. Es gibt keinen Flecken Erde mehr, an dem noch kein Prospektor eine Probe genommen hat. Es gibt noch viele bekannte aktuell noch nicht wirtschaftlich auszubeutende Lagerstätten. Die werden den Preisanstieg bremsen aber nicht umkehren können. Mit steigendem Goldpreis werden auch schlechtere Lagerstätten wirtschaftlich abbaubar.

    • Hallo Paul,

      für die Menschen vor 500 Jahren war es unmöglich zu fliegen, unmöglich in 24 Stunden um die Welt zu reisen und noch unmöglicher in den Weltraum zu fliegen. Der technologische Fortschritt wird in Zukunft noch vieles ermöglichen was jetzt unmöglich erscheint. Asteroiden Bergbau oder auf anderen Planeten ist nicht unrealistisch in den nächsten 50-100 Jahren und es wird immer billiger werden. Künstliche Herstellung von Gold vielleicht einmal in 200-300 Jahren, wenn dann der Abbau nicht sogar so billig ist das er sinnvoller erscheint. Man weiß es nicht. Auch könnte es Technologien geben mit denen man extrem viel tiefer Bergbau betreiben kann als jetzt oder ganz anders die Masse nach Gold filtert. Ich bin langfristig in Gold investiert, aber ich würde nie behaupten das es immer weiter steigt oder so wertig wie heute bleibt. Es gab Zeiten da waren Muskatnüsse und Pfeffersorten so teuer wie Gold, weil es absolut schwer, extrem kostenintensiv, gefährlich und langsam war sie nach Europa zu bekommen und noch unrealistischer sie in Massen anzubauen und per Flugzeug oder Containerschiff irgendwann einmal um die Welt zu schicken. Naja, der Preis ist seit dem über die Jahrhunderte um 95 % eingebrochen und man bekommt die heute bei jedem Discounter und niemand würde eine Unze Gold für Pfeffer oder Muskatnüsse hinlegen. So könnte das mal mit dem Abbau im Weltraum oder auf anderen Planeten oder auf der Erde mit völlig neuen Technologien sein. Ob in 50, 100 oder 200 Jahren. Langfristig ist die Technologie die wir heute haben so primitiv wie damals die alten Segelschiffe die Monate brauchten um ein paar Pfefferkörner zu befördern und Alternativen derart unrealistisch und „Science Fiction“ wie es heute für einige der Weltraumbergbau ist.

      Gruß
      Marco

  2. Gold ist das Schreckgespenst, welches allen Zentralbanken, Politikern und „Wirtschaftsweisen“ unentwegt im Nacken sitzt und Angst verbreitet.
    Eine kontinuierliche, negative PR Kampagne gegen Gold.

    Wenn Gold keine Rolle mehr spielt / spielen soll, frage ich mich wieso Zentralbanken / Staaten Tonnenweise Goldreserven besitzen?
    Wieso kauft China, seit ca zwei Jahrzehnten, jährlich soviel Gold wie die Weltweite Produktion? Wieso haben sie ihre eigene Goldproduktion um 300% gesteigert, dabei 0g Exportiert?

    Wenn der Goldpreis ordentlich steigen würde, fallen die Bankhäuser und Spekulanten wie Dominosteine. Eine Flucht aus der FIAT Währung und den unendlichen Papierversprechen.

    Eine Rückkehr der Währung die an den Goldpreis gekoppelt wäre? Unvorstellbar!
    Argumentiert wird, dass Hunger/Armut unermesslich steigen, Krankenversicherung für Jedermann absolut unmöglich, ein eingreifen des Staates durch Marktmanipulation/Regulierung nicht möglich wäre..
    Jaja..komisch dass die größten Blasen durch unser Banksystem hervorgerufen wurden.

    Gold ist seit über 6000 Jahren MEnschheitsgeschichte vorhanden und so wird es bis auf weiteres erstmal bleiben.

    Gold braucht keine Notarielle Beglaubigung, braucht keine Mittelsmänner, braucht keine Zertifikate oder sonstwas, es ist was es ist, Geld, echtes Geld, payment in fist. Wer es besitzt, besitzt es.
    Natürlich ist es dem Staat ein Dorn im Auge, schließlich kann er nicht auf die Spareinlagen der Bürger zugreifen.

    Das Ziel dass alles Kapital in einem Kreislauf gefangen ist und nur im Kreislauf für Waren und Dienstleistungen ausgegeben werden kann, es keine Wertabschöpfung aus dem System gibt..

    Gold mag ein stiller Teilnehmer sein, aber er war und wird immer da sein.
    Von 35$ die Unze 1971 und 1700$ 2021..nicht unbedingt die schlechteste Steigerung.

    Und der einzig sichere Hafen, wenn Papierwährungen zu Null gehen (und bis jetzt ging jede Papierwährung in der Menschheitsgeschichte zu Null).

    Wenn die Währungsreform kommt, kann man hoffen dass man etwas Gold / Silber / Schmuck besitzt..so war es immer, so wird es auch immer sein.

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