Ethik und Moral bei der Geldanlage, darf man da überhaupt noch investieren?

Die Finanzwelt und die Börse kennen in ihrer Gesamtheit weder Ethik noch Moral, wohl aber die hinter den Investoren und Tradern stehenden Menschen, zumindest ein Teil davon. Für jeden von uns sind die Begriffe „Moral“ und „Ethik“ individuell definiert und haben ebenso individuelle Grenzen sowie Sichtweisen. So ist es für die eine Investorengruppe z.B. in Ordnung in Unternehmen aus der Waffenindustrie zu investieren, wenn die hergestellten Waffen dem eigenen Land dienen. Für die andere Investorengruppe (dazu zähle ich mich auch) sind Investitionen in börsennotierte Waffenproduzenten ein generelles Tabu. Daneben gibt es natürlich noch die Gruppe von Menschen ohne einen Funken Moral und Ethik, welche einfach in alles investiert was der Markt so hergibt. Da die weltweiten Finanzmärkte so gut wie keine Einschränkungen in Sachen Investments haben, kann man leider von Waffenhändlern, über Kinderarbeitsfirmen, bis hin zu direkten Grundnahrungsmitteln wie Reis und Weizen so ziemlich alles kaufen und verkaufen. Selbst die aktive Unterstützung von Staaten mit fraglichen politischen Strukturen ist durch den Ankauf der jeweiligen Staatsanleihen selbst für Kleinanleger möglich.

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Es muss meiner Meinung nach eine grundlegende Investment Ethik und Moral vorherrschen!
Auch wenn jeder seine Grenzen für ein für sich moralisch einwandfreies Investment zieht, so kann man wohl davon ausgehen, dass bei der geringsten ethischen Qualitätsentscheidung Unternehmen mit Waffen und Kinderarbeit nichts in einem Portfolio zu suchen haben. Ich habe für mich ganz gezielt Investmentgrundsätze gelegt, die mich in meiner täglichen Börsenarbeit und in meinen Investmententscheidungen in Einzelwerte unterstützen. Ich kaufe generell keine Aktien und Anleihen als Einzelwerte von Unternehmen bzw. Konzernen die in folgenden Branchen und Tätigkeitsfeldern agieren:

  • Einzelaktien von Waffenproduzenten, auch nicht sekundär, d.h. Firmen welche auch zu kleineren Teilen Waffen produzieren
  • Industriekonzerne insbesondere aus dem Chemie, Agrar, Öl und Bergbausektor, welche in den letzten 10 Jahren für einen Umweltskandal gesorgt haben, oder schlechte Umweltstandards in ihrer Branche aufweisen
  • Unternehmen die bewusst auf Kinderarbeit setzen
  • Ich investiere prinzipiell nicht direkt oder indirekt in die Top 3 Grundnahrungsmittel, diese sind Reis, Weizen und Mais
  • Glückspielunternehmen oder Casinobetreiber
  • Unternehmen die Prostitution fördern sind ebenfalls nicht auf meiner Watchliste
  • Einzelne Anleihen von Staaten mit diktatorischen Strukturen oder direkten Menschenrechtsverletzungen werden prinzipiell gemieden
  • Ebenso sind Unternehmen und Staaten mit hoher Korruption für mich ausgeschlossen

Die Wahl der richtigen Bank, denn indirekt unterstützt man mit seinem Geld auch deren Investitionstätigkeit!
Auch wenn man sich selbst eine Grundlage für seine Investments in Sachen Moral und Ethik gesetzt hat, so investiert man indirekt und ungewollt bei der Wahl der „falschen“ Bank sein Geld in derartige Geschäfte. Eine Bank arbeitet mit dem Geld, sowohl mit Eigenkapital als auch mit dem viel größeren Anteil an Fremdkapital. Wer also nicht möchte, dass seine Bank z.B. in Lebensmittel wie Weizen investiert und dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit den Hunger in der Welt zu Gunsten weniger Investoren und deren Profite weiter schürt, der sollte sich im Netz einmal genauer umsehen. Es gibt Unternehmen wie z.B. die Ethikbank, welche verspricht aus dubiosen Waffengeschäften, Grundnahrungsmittelinvestments und anderen moralisch und ethisch zu Recht verwerflichen Themen absoluten Abstand zu halten. Wichtig ist natürlich bei der Auswahl einer solchen „Spezialbank“ auf die Qualität der jeweiligen Angebote zu achten. Abgesehen von der Bonität, Seriosität und den für mich in Sachen Qualität obligatorischen Anschluss an den deutschen Einlagesicherungsfonds, kommt es ganz speziell darauf an, wie ein Unternehmen mit den Thema Investmentethik auch tatsächlich in der Praxis umgeht. Nicht überall wo „Öko“, „Moral“ und „Ethik“ drauf steht ist es auch drin, vor allem sind die Sichtweisen und die Grenzen innerhalb dieser Themen so individuell wie die einzelnen Investoren selbst. In den jeweiligen Bankenrichtlinien und Fondsprospekten sollten sie also absolut klar und verständlich definiert sein.

Meine persönliche Buchempfehlung, wenn Einzelaktien für Dich als Investition ein Thema sind:
"Der entspannte Weg zum Reichtum*" von Susan Levermann
Statt z.B. nur das KGV (Kurs/Gewinn Verhältnis) oder KCV (Kurs/Cashflow Verhältnis) einer Aktie als Bewertungskriterium zu sehen, setzt die Autorin hier mit einem aus meiner Sicht wesentlich besseren und umfassenderen Bewertungsmodell an.



Fazit:
Wenn man eine sehr strenge und wirklich unnachgiebige Anlagepolitik zu ökologischen, moralischen und ethischen Standards von Staaten, Konzernen und kleineren Unternehmen fährt, dann bleiben am Markt wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist kaum noch Anlagemöglichkeiten übrig, zumindest nicht im Aktien und Anleihesegment. Ich habe mich daher auf feste Moral- und Ethikgrundsätze bei meinen eingegangenen Positionen geeinigt, mit der ich mich „wohl“ fühlen kann. Das Problem ist, dass jeder Mensch der sich an unserem wirtschaftlichen System nur im Geringsten beteiligt gar nicht fern halten kann von den globalen und auch regionalen Problemen, welche durch seinen Konsum entstehen bzw. entstehen können. Ich habe mir deshalb Schritt für Schritt neben meiner Investmentgrundlagen einen Lebensweg eingeschlagen, welcher im Kleinen und als Einzelperson nachhaltig diese Probleme angeht. Darüber schreibe ich auch auf meinem Projekte alternativ-gesund-leben.de. Nicht nur bei der Wahl der richtigen Bank, der Investmententscheidungen und der moralischen, sowie ethischen Einstellung zum weltweiten Finanzmarkt kann man etwas ändern, sondern auch ganz besonders im Einzelnen, durch ein besseres und nachhaltigeres Konsumverhalten, sowie direkte Handlungsweisen im Alltag mit sich und seinen Mitmenschen.

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