Die Freeport McMoRan Aktie kaufen oder verkaufen, ist der Kupfer und Gold Gigant bald wieder auf Erholungskurs?

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Den wenigsten aktiven Börsianern sagt die Aktie des Minenbetreibers „Freeport McMoRan“ etwas. Hinter diesem Namen verbirgt sich einer der weltweit größten Kupfer- und Goldminenbetreiber. Der Aktienkurs von Freeport McMoRan ist ähnlich des Aktienkurses von Barrick Gold in Folge des eingebrochenen Goldpreises seit 2011 extrem stark gefallen. Hinzu kommt das Freeport McMoRan als primäres Geschäftsfeld in der Kupferproduktion tätig ist. Der Kupferpreis hat den Goldpreiscrash in seiner Intensität jedoch bei weitem übertroffen. Dies führte zu einem inzwischen über 85 Prozent Kursverlust bei der Freeport McMoRan Aktie.
Die Frage ist nun, ob die Aktie auf diesem Niveau ein Kaufkandidat ist, oder vielleicht nochmals im Zuge seiner beiden Leitwährungen „Gold und Kupfer“ weiter nach unten einbricht.



Was könnte für eine Erholung und einen Kauf der Freeport McMoRan Aktie sprechen?
Auch wenn der Firmenname in Deutschland eher unbekannt ist, so ist der Minenkonzern innerhalb seiner Branche ein Gigant. Er hat natürlich durch die niedrigen Rohstoffpreise zu leiden, kann diese aber besser abfedern als liquiditätsarme kleine Betreiber. Daneben ist der Konzern auch deutlich breiter aufgestellt und fördert neben Gold und Kupfer auch Silber, sowie Begleitrohstoffe der Minenproduktion. Zwar befinden sich auf breiter Front die Industriemetalle und Edelmetalle im Abwärtssog der Märkte, jedoch würde beispielsweise eine reine Kupferabhängigkeit mehr Probleme bereiten als dieses gut diversifizierte Minen- und Rohstoffportfolio. Daneben ist der Konzern 2013 durch einen Zukauf in die aktive Ölproduktion eingestiegen.

Was spricht also für eine Erholung des Aktienkurses von Freeport McMoRan:

  • Der Konzern ist breit aufgestellt und dürfte auch von einzelnen steigenden Rohstoffnotierungen profitieren, selbst wenn sich Kupfer nicht so schnell erholen sollte
  • Die Größe des Unternehmens macht es trotz seiner hohen Schulden unanfälliger gegenüber Liquiditätsengpässen. Kreditgeber geben lieber einem gigantischen Konzern Geld als den kleinen Minenbetreibern
  • Der Konzern reagiert sehr stark auf die geringste Erholung der Rohstoffpreise, was zu einem expotentiellen Anstieg des Aktienkurses auch bei leicht steigenden Notierungen der Basisrohstoffe führen sollte.
  • Die Aktie zeigt seit einigen Wochen eine erhöhte relative Stärke im Vergleich zum Gold und Kupferpreisindex
  • Durch die hohen Schulden und die unterschiedlichen Rohstoffproduktionen des Konzerns schwebt bei diesem Wert auch immer die Möglichkeit einer Aufspaltung, eines Teilverkaufes oder Übernahme mit.

Was trotz der stark gefallen Minenbetreiberkurse und den am Boden liegenden Rohstoffpreise gegen einen Kauf der Freeport McMoRan Aktie spricht?
Sowohl Gold, als auch Kupfer, Öl und Silber befinden sich im Abwärtstrend. Kupfer, die Haupteinnahmequelle des Konzerns ist dabei am stärksten gefallen. Die Schuldenlast ist seit dem im Jahr 2013 durch Zukäufe erreichten Einstieg in das Ölgeschäft zu einem aus heutiger Sicht schlechten Zeitpunkt deutlich gestiegen. Damals kostete Öl noch über 100 USD je Barrel, heute weit unter der Hälfte des damaligen Wertes. Die Lage ist kritisch, auch für einen solch großen Konzern. Sollten die Rohstoffpreise noch weiter nachgeben, dann sind extrem negative „Überraschungen“ nicht auszuschließen.
Ein Investment in diese Aktie wird von sehr hohen Risiken begleitet. Die weitere Entwicklung von Freeport McMoRan hängt fast ausschließlich an den Rohstoffkursen, eine weitere Abschwächung des Welthandels, sowie der weltweiten Konjunktur, insbesondere in den Emerging Markets wird sowohl die Rohstoffkurse selbst, als auch die Aktie schwer belasten.

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Fazit:
Auch bei Freeport McMoRan habe ich mehrere Kauforders über Derivate in den letzten Wochen und Monaten durchgeführt. Mein Investment ist jetzt schon deutlich im Minus, allerdings habe ich dieses genau wie meine Investition in Barrick Gold und andere Minenbetreiber sowohl mit einem Gold Short, als auch mit einem Kupfer Short abgesichert. Bleibt der Abwärtstrend bei Kupfer über die nächsten Monate weiterhin so steil, dann ist ein Verlust von 50 Prozent und mehr bei der Freeport McMoRan Aktie nicht auszuschließen!
Es gab hingegen auch schon gerade bei Kupfer in der Vergangenheit extreme Erholungsphasen. Hier müssten die Emerging Markets allerdings mitspielen und wieder deutliches Wachstum und damit verbundene Rohstoffnachfrage erzeugen.

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Über Marco Eitelmann 355 Artikel
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