Bargeldlose Welt: Die Entwicklung des unbaren Zahlungsverkehrs

Die Tendenz ist eindeutig, gedruckte Geldmittel oder geprägte Münzen sind Auslaufmodelle und der komplett bargeldlose Zahlungsverkehr ist bis auf wenige Ausnahmen im globalen wirtschaftlichen Kreislauf nur noch eine Frage der Zeit.
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In den letzten drei Jahren ist der bargeldlose Umsatz in Deutschland und anderen europäischen Ländern beachtlich gestiegen: Allein in Deutschland wurden im Jahre 2015 insgesamt 54.173 Milliarden durch unbare Zahlungen umgesetzt. Dabei spielen Kreditkarten eine entscheidende Rolle, denn zwischen 1995 und 2015 stieg die Anzahl der ausgegebenen Kreditkarten um über 60%.

Prognosen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr: Verschiedene Länder im Vergleich



Asien als bargeldloser Vorreiter
Vor allem in den asiatischen Schwellenländern wie Indien oder China steigt die Anzahl der bargeldlosen Transaktionen rasant. Wirtschaftsinsider rechnen mit einem Anstieg von 30,9% bis zum Jahr 2020, in China wird sogar eine Zunahme von 36,5% in den nächsten 5 Jahren erwartet.

Weniger als erwartet: Nordamerika hinkt hinterher
Anders als in Asien scheint der bargeldlose Zahlungsverkehr in den USA und Kanada etwas zurückzugehen auch wenn die Aufwärtsbewegung weiter intakt ist. Um diesem Trend entgegenzuwirken, versuchen US-amerikanische Finanzdienstleister, durch verbesserte Kundenbindungsprogramme und attraktive Werbung eine deutliche Steigerung der Wachstumsprognose zu erzielen.

In Europa – ist die Zukunft bargeldlos?
Dem jetzigen Finanzverhalten nach zu urteilen könnten die skandinavischen Länder bald die ersten bargeldlosen Nationen Europas werden, denn hier werden schon heute die meisten Transaktionen elektronisch oder per Bankkarte abgewickelt: In Dänemark sind es 75% des gesamten Zahlungsverkehrs, in Schweden gar 80%. Dazu kommt auch noch die geplante Abschaffung des Bargelds. Trotz gibt es auch hier weiterhin Raum für Wachstum: Experten rechnen mit ungefähr 6,5% bis zum Jahr 2020 – das entspricht genau der Zunahme zwischen 2015 und 2016.

Die Deutschen hingegen lieben Bares: Heute ist Bargeld in der Bundesrepublik nach wie vor das meistgenutzte Zahlungsmittel, 79% aller Transaktionen erfolgen noch in bar. Dabei gilt es zu beachten, dass vor allem bei kleineren Summer in bar bezahlt wird: Die durchschnittliche Bargeldrechnung liegt bei 13-14 Euro, bei EC-Karten-Zahlungen und Kreditkartenzahlung liegt der Durchschnitt bei 20 beziehungsweise 59 Euro.

Trends & Tendenzen in Europa: Wie könnte es weitergehen?
Wirtschaftsexperten bieten verschiedene Szenarien und Meinungen, was die Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Europa betrifft. Zu diesen Prognosen gehören die Möglichkeit der Bezahlung mittels eines RFID-Chips unter der Haut sowie das Fingerpayment. Mobile Payments und Mobile Wallets gibt es unterdessen schon in mehreren Ländern.

Gründe für die Zunahme kontaktloser Transaktionen
Dank der sich stets weiterentwickelnden Möglichkeiten des Internets treiben Nichtbanken zahlreiche Innovationen im Bereich des unbaren Zahlungsverkehrs voran. Natürlich spielt hier auch der E-Commerce eine Rolle, denn immer mehr Menschen tätigen ihre Einkäufe jetzt online. Weitere Gründe für diese Entwicklung liefern sogenannte Mobile Payments – Bezahlvorgänge, bei denen das Handy benutzt wird -, sowie Micro Payments, die vor allem beim Kauf von digitalem Content wie Musik oder Büchern Einsatz finden.

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Fazit:
Die Banken setzen sich weltweit vermehrt für einen bargeldlosen Zahlunsgverkehr ein, denn Bargeld erfordert hohe Verwaltungskosten und ist kostspielig zu transportieren. 1,25% aller Transaktionssummen werden in Deutschland von Händlern an Banken und Kreditkartenanbieter gezahlt. Die zunehmende Digitalisierung der Hausbanken sowie die Zunahme an Anbietern für einen Kreditvergleich in Deutschland, gibt eine weitere Tendenz wie Finanzgeschäfte in der Zukunft abgewickelt werden.

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Über Marco Eitelmann 361 Artikel
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