Kleiner Gewinn trotz Anleihen „Crash“, DAX Korrektur und Euro Anstieg

Seit meinem letzten Depotupdate meines „Passiven Einkommen Depots“ hat sich an den Märkten einiges in Bewegung gesetzt, allen voran nach unten.

Bevor ich jedoch zu den einzelnen Schwerpunkten und den Auswirkungen auf mein Depot übergehe, möchte ich noch darauf hinweisen, dass mit diesem Update selbstverständlich auch die „Ausschüttungen und Erträge“ für das laufende Jahr aktualisiert wurden.
Dies ist die wichtigste Komponente eines passiven Einkommen Depots, neben den Wertsteigerungen durch Kursveränderungen.

Was geschah an den Märkten? 

  1. Aktienmärkte:
    Es gab eine ordentliche DAX Korrektur von über 12400 Punkten runter auf unter 11300 Punkten.
    Von dieser doch nicht zu unterschätzenden 1000 Punkte Korrektur, konnte sich der DAX bisher nur moderat erholen und notiert aktuell bei unter 11850 Punkte.
    Es fehlen noch gut 600 Punkte zum alten Hoch.
    Auswirkungen auf das Depot:
    Da der DAX deutlich stärker korrigierte als die restlichen Weltmärkte und die Aktienquote auf Grund meines konservativen Anlagestils immer deutlich unter 60 % lag, machten sich die Auswirkungen nur begrenzt bemerkbar.
    Die Verluste hielten sich stark in Grenzen und wurden zusätzlich durch die sehr breite weltweite Diversifikation in über 40 verschiedene Aktienmärkte deutlich abgefedert.
    Zusätzlich stieg zum Extremzeitpunkt bei unter 11300 Punkten mein Wikifolio „Eitelmann-Invest Global“ von unter 80 Euro auf knapp 90 Euro an, da es sich, wie aktuell auch im großen Absicherungsmodus befindet.
    Nach der moderaten DAX Erholung kam das Zertifikat natürlich wieder deutlich auf 82 Euro zurück, senkte aber die Volatilität in der Spitze der Korrekturphase erheblich, was auch der Sinn dieser Position war und immer noch ist.
    Ich traue den Niveaus am Aktienmarkt weiterhin nicht und sehe mehr Risiken als Chancen.
    Kurzfazit: konservative Aktien Anlagestrategie als Basis mit zusätzlichen Absicherungen bleibt!
    +
  2. Anleihemärkte:
    Auf den Anleihemärkten gab es insbesondere im deutschen Raum eine erhebliche Korrektur, man könnte es auch schon einen kleinen Anleihecrash nennen, zumindest wenn man sich die steil abwärtsgerichtete Entwicklung im Bund Future ansieht.
    Der Bund Future stürzte förmlich von über 160 auf knapp 152 ab.
    Für Anleihen ist das eine wirklich heftige und vor allem schnelle Abwärtsbewegung, die zeitweise leichte Panik auslöste.
    Auch ich machte mir auf Grund der hohen Anleihequote meines Depots etwas Sorgen, die aber letztendlich unbegründet waren.
    Auswirkungen auf das Depot:
    Da der Bund Future nur die deutschen Staatsanleihen in Ihrem Kurswert betrifft, hat sich auch hier die erheblich weltweite Diversifikation ausgezahlt.
    Deutsche Staatsanleihen sind zwar zu einen nicht unerheblichen Teil im Depot vertreten, stellen aber durch mehrere hundert verschiedene ausländische Staatsanleihen innerhalb meiner Fonds nur ein kleiner Teil meines Anleiheuniversums dar.
    Zusätzlich setze ich nicht nur auf reine Staatsanleihen, sondern fahre eine erhebliche Quote von weltweit breit gestreuten Unternehmensanleihen.
    Letztere waren nicht stark beeinträchtigt worden, einige Anleihen verloren sogar überhaupt nichts, trotz der weltweiten Ansteckungen des Bund Future Crashs in Deutschland.
    Insgesamt hatte meine Anleiheninvestition kaum Verluste zu tragen.
    +
  3. Die Währungsmärkte:
    Der EUR/DOLLAR Wechselkurs spielte einige Zeit verrückt, was zu einem erheblichen Euro Anstieg, nach vorheriger Bodenbildung geführt hat.
    Im Zuge des Euro Anstiegs fielen der DAX, sowie der Bund Future erheblich.
    Da nicht auszumachen war, wie stark und vor allem wie lange dieser Verfall dauern würde, sicherte ich sowohl den DAX, als auch den Bund Future über mein Wikifolio Zertifikat ab, ebenso kaufte ich eine sehr rentable Long Position auf den Euro.
    Auswirkungen auf das Depot:
    Auf Grund der Absicherungen konnte die Volatilität (Schwankungsbreite) innerhalb der „Extremphase“ auch in diesem Punkte deutlich reduziert werden.
    Das zu Absicherungszwecke genutzte Eitelmann-Invest Global Wikifolio, konnte trotz der einsetzenden Gegenbewegung insbesondere im DAX einige der Absicherungsgewinne halten und befindet sich wie oben erwähnt weiter im Absicherungsmodus.
    Die nicht unerheblichen, in USD gehandelten Fonds meines Depots, waren somit über diese starke Euro Phase teilweise durch meine eingegangenen Wikifoliopositionen währungsgesichert.
    +
  4. Die Rohstoffmärkte:
    Hier herrschte mehr oder weniger Langeweile, es gab kaum nennenswerte Ausschläge, die mein Depot tangiert hätten.
    Gold zuckte im Seitwärtstrend auf uns ab.
    Das Öl (Brent) stieg ordentlich, war aber von der Investitionsquote im Depot bedeutungslos. Es tat nur den Ölaktien gut.
    Die restlichen „Nischenrohstoffe“ wie Rhodium, Sojabohnen, Kaffee und Co., in denen ich über mein Wikifolio investiert bin, veränderten die Rendite maximal in den 0,01 Prozentbereichen.


Fazit zur neusten Depotentwicklung vom Mai 2015:

Ich bin sehr zufrieden, auch wenn nicht die großen Gewinne zu verbuchen waren.
Das Depot stieg trotz aller negativen Faktoren leicht an.
Der Gewinnanstieg seit Beginn betrug zwar „nur“ zusätzliche 0,35 %, ist aber in dieser Situation mehr als ordentlich.
Wenn man die Ereignisse: „DAX Korrektur, Bund Future Crash, Euro Anstieg und hohe Schwankungen“ zusammenfasst, so werden wohl mehr Verlierer als Gewinner am Markt unterwegs gewesen sein, insbesondere einige zittrige Trader, oder Späteinsteiger am DAX Hoch.
Ich würde auch jetzt noch in Aktien investieren, jedoch niemals das ganze Kapital auf einmal und schon gar nicht allein in Aktien!

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