Kann man Wikifolio als „Trader“ zur Erzeugung eines passiven Einkommens nutzen?

Seit 2013 bin ich selbst auf der Plattform von wikifolio.com aktiv. Dieser Anbieter bietet einem die Möglichkeit aus einem sehr breiten Anlagespektrum von Aktien, über Fonds, ETF, bis hin zu Derivaten ein synthetisches Portfolio zu erzeugen, ein sogenanntes „Wikifolio“. Ein Wikifolio sieht so aus wie ein richtiges Depot und folgt 1:1 den aktuellen Kursen seiner enthaltenen Werte am Markt. Man kann Wikifolio wie eine Art Musterdepot verwenden, oder bei erfolgreichem Trading auf Wunsch auch „investierbar“ machen. Ist ein Wikifolio nach ausgiebiger Prüfung in den Status „Investierbar“ gerückt, dann kann man tatsächlich ein sich darauf beziehendes Zertifikate an der Börse ordern. Es erhält sowohl eine WKN als auch ISIN. Man kann nun durch eigene Käufe mit Echtgeld, und/oder durch Käufe des Zertifikates von fremden Investoren sein Wikifolio mit Anlegergelder „füllen“. Ist man erfolgreich, dann bekommt man eine vorher individuell festgelegte Provision von jedem neuen Jahreshöchstkurs des jeweiligen Wikifolios, welche sich nach der anfangs festgelegter persönlichen prozentualer Performancegebühren-Rate und nach der Höhe des  im Zertifikat investierten Echtgeldes (kurz „AUM“) richtet. Somit kann man also neben seiner Tätigkeit an der Börse und eigenen direkten Kursgewinnen (falls man selbst investiert ist) auch noch passiv Geld an dem investierten Anlagevolumen fremder Investoren verdienen.

Wie viel Geld kann man mit Wikifolio und einem investierbarem Wikifolio Zertifikat verdienen?
Es ist bei Wikifolio von 0 Euro bis eine Millionen Euro locker alles als Verdienst möglich. Auch darüber hinaus gibt es keine Grenzen in Bezug auf ein mögliches „passives“ Einkommen über die Performance-Provisionen. Wer z.B. 10 Millionen AUM (Asset under Management), was zu Deutsch einfach „echtes investiertes Geld bzw. Kapital im Wikifolio“ bedeutet, um eine Millionen Euro auf 11 Millionen durch Trading erhöht, der erhält schon eine sehr ordentliche Provision. In diesem Falle gehe ich nur von 10 % anfänglich festgelegter Performancegebühr aus. Diese wird bei der Summe von 1 Millionen einfach 50 % an den Anbieter Wikifolio laufen und 50 % an den Trader. Bei einer Millionen Euro Gewinn des gesamten Investitionsvolumens durch Kurssteigerung des Zertifikats bedeutet das dann 10 % von 1000000 Euro = 100000 Euro Provision. Diese wird dann durch zwei geteilt (50:50), was einen Gewinn von 50000 Euro innerhalb eines Jahres für den Wikifolio-Trader bedeutet. Dies geschieht auch dann, wenn man selbst keinen Cent in sein Wikifolio investiert hat.

Wie viel Geld kann man durch Wikifolio verlieren?
Wenn man selbst kein Geld in sein eigenes oder in eine fremdes Wikifolio investiert hat, dann kann man im schlimmsten Fall mit dem „managen“ eines Wikifolios gar nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Es empfiehlt sich aber zumindest in seinem eigenen Wikifolio den Status „Real Money Trader“ zu erreichen. Dazu bedarf es 5000 Euro eigenes Kapital, die man in sein eigenes Wikifolio investiert und sie dann per Mail (Depotauszug) der Plattform nachweisen muss. Dies schafft dann natürlich mehr Vertrauen bei den Investoren, da man ja sein eigenes Geld in der Regel nachhaltiger und sicherer investiert. Pflicht ist es natürlich nicht Real Money Trader zu werden. Ich hatte diesen Status „Real Money Trader“ allerdings über ein Jahr in meinem Wikifolio „Eitelmann-Invest Global“ selbst schon inne.

Ist Wikifolio bei der Anmeldung wirklich kostenlos?
Für die Anmeldung und die Nutzung fallen weder Kosten noch laufende Gebühren an. Indirekte Gebühren entstehen erst bei Kauf eines Wikifolio Zertifikats über die Börse. Dies sind neben der üblichen Transaktionsgebühren, wie bei allen anderen Aktien und Anleihen sowie Fonds auch die Kosten des Brokers und der Börsen selbst in Form von Gebühren, welche aber nichts mit Wikifolio selbst zu tun haben. Das Wikifolio Zertifikat selbst enthält Gebühren, die sich bei neuen Höchstständen innerhalb eines Jahres anhand der vorher festgelegten Performancegebühr richten, sowie der jährlichen Gebühr von knapp 1 % des Wikifoliokapitals in Form einer Zertifikategebühr. Diese wird kontinuierlich aus dem Kapitalvolumen abgezogen und fällt nicht auf einmal an. Dazu kommt noch ein Spread zwischen An- und Verkaufskurs. Diesen kann man im Schnitt auf ca. 1-2 % taxieren. Er kann jedoch vor allem bei illiquiden und „exotischen“ Papieren innerhalb der Wikifolios deutlich höher sein.

Wie seriös ist Wikifolio?
Für ein passives Einkommen die Wikifolio-Plattform zu verwenden wirft natürlich die Frage auf, wie seriös das Ganze eigentlich ist. Dazu habe ich einen extra Beitrag geschrieben, da dieses Thema nicht einfach nur schnell erläutert werden kann, siehe „Ist Wikifolio seriös?“ Wikifolio und insbesondere die Lang & Schwarz AG als Emittentin der Zertifikate ist aber kurz gesagt als sehr solide anzusehen, wenn man den aktuellen Geschäftzahlen vertraut. Ich kaufe persönlich seit sehr vielen Jahren auch schon vor bestehen der Plattform einige meiner Einzelwerte und sogar Fonds über diesen Anbieter.

Wikifolio und das Risiko der Zertifikate
Niemals außer Acht, sollte man natürlich das Zertifikate- und damit verbundene Emittentenrisiko bei Kauf eines Wikifolios lassen. Wie alle Zertifikate, können auch die von Lang & Schwarz im Falle einer Insolvenz des Anbieters komplett wertlos verfallen. Dabei ist es egal was vorher an „Werten“ in den Zertifikaten zu Grunde lag! Die Wikifolios werden ohnehin nur größtenteils synthetisch abgebildet. Ein Lieferrecht auf die enthaltenen Aktien oder gar der Stellenwert eines Sondervermögens wie bei ETF und Fonds besteht hier zu keinem Zeitpunkt! Für Anleger sind Zertifikate also generell sehr spekulative Anlageinstrumente!

Wikifolio und die Steuern. Muss ich meine Provisionen bzw. Einnahmen von Wikifolio versteuern und wie?
Einnahmen aus ausbezahlten Wikifolio Provisionen müssen natürlich versteuert werden. Dazu bedarf es einer Gewerbeanmeldung beim zuständigen Ordnungsamt/Bürgerbüro des jeweiligen Wohnortes. Diese Einnahmen werden dann individuell versteuert.



Fazit:
Mit Wikifoliozertifikaten und einer guten Marktkenntnis lässt sich langfristig ein schönes zusätzliches passives Einkommen aufbauen, das bei nachhaltigem Erfolg und somit sehr wahrscheinlich immer höheren Anlagevolumen stetig steigen sollte. Allerdings ist dieses passive „Einkommen“ sehr schwankungsanfällig. Es wird immer nur vom neuen Höchstkurs innerhalb es aktuellen Jahres berechnet. Steht ein Zertifikat z.B. am 1. Januar bei 150 Euro, fällt dann bis Mitte des Jahres auf 80 Euro, um dann wieder bis zum 31. Dezember auf 150 Euro zu steigen, dann hat man absolut gar nichts verdient. Wer allerdings ein sehr großes Anlagevolumen besitzt und ein sehr gutes und erfolgreiches Jahr hat, der kann locker 50000 Euro und mehr an passiven Jahreseinkommen generieren. Ausprobieren kann es jeder absolut kostenlos unter wikifolio.com.

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