Grundbedürfnis „Gesundheitsversorgung“, Geld verdienen mit Pharma Aktien?

Fast jeder Mensch auf diesem Planeten muss irgendwann zum Arzt, braucht medizinischer Versorgung und natürlich Medikamente. Auch wenn es nicht gerade „moralisch“ sein sollte damit Geld zu verdienen, so funktioniert eine technologische Entwicklung in diesem Segment natürlich nicht ohne den Anreiz des Gewinns durch neue Produkte seitens der Unternehmen und Großkonzerne. Seien es nun neue Arzneimittel, technische Durchbrüche in der Biotechnologie oder Geräte und Servicedienstleistungen. Die Pharmabranche ist für Investoren zum Großteil eine antizyklische Investmentchance, vor allem wenn man sich auf die großen Konzerne mit ihren bekannten Marken, weltweiten Produktverkäufen und deren meist sehr hohen Liquiditäts- und Eigenkapitalquoten konzentriert. Pharmaaktien bzw. Gesundheitswerte wird es immer geben, sie stellen mit ihren Produkten und Serviceleistungen eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen zufrieden. Ohne diese Gesundheitsversorgung und technischen Innovationen im Bereich der Medizin würde unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren und die Lebenserwartung drastisch sinken. Daher sind diese Unternehmen immer einen Blick wert und stellen ein für Aktienverhältnisse recht konservatives Investment dar.

Vorstellung von einer antizyklischen- und einer zyklischen Pharmaaktie bzw. Aktie aus der Gesundheitsbranche:

  • Die Pfizer Aktie
    Der gigantische Pfizer-Konzern gehört zu den größten Unternehmen der Pharmabranche weltweit. Die Produktpipeline des Unternehmens reicht von Medikamenten gegen einfache Erkrankungen, über Rheuma, Atemwegserkrankungen, Augenleiden bis hin zu schweren Krankheiten wie HIV und Krebs. Am bekanntesten ist Pfizer jedoch wohl für die Potenzpille „Viagra“ geworden. Egal wie sich die Wirtschaft entwickelt, diese Produkte werden immer gebraucht! Pfizer ist für mich ein klares Basisinvestment unter den Pharmawerten und antizyklisch positioniert. Dazu verkaufen sich die Produkte des Konzerns weltweit, d.h. man ist nicht nur vom amerikanischen Heimatmarkt abhängig, sondern bedient alle großen Kontinente mit Medizinprodukten. Pfizer ist ebenfalls bekannt für eine hohe Innovationskraft und technologische Fortschrittlichkeit, was neue Pharmaprodukte und Anwendungen betrifft.
    WKN: 852009
    ISIN: US7170811035
    Währung: USD
    (antizyklischer Pharmawert)
    +
  • Die Nexus AG
    Nexus ist ebenfalls in der Medizinbranche tätig, jedoch nicht direkt in der Medikamentenentwicklung oder Patientenbetreuung bzw. im Vertrieb von Pharmaartikeln, sondern vielmehr im technischen Servicebereich für Kliniken und Arztpraxen in Form von spezieller Softwareentwicklung und dessen Vertrieb. Diese Spezialsoftware machte die Nexus Aktie in den letzten Jahren zu einem der Highflyer am deutschen Aktienmarkt. Das Unternehmen wird aktuell hervorragend geführt und brachte eine sehr hohe Performance in Sachen Kursentwicklung. Auch fundamental steht Nexus im Moment Top da. Die Spezialsoftware für den Medizinbereich ist qualitativ hochwertig und kommt bei den Endkunden anscheinend sehr gut an, denn die Auftragsbücher haben dem Unternehmen in den letzten Jahren deutlich sowohl Gewinn als auch Umsatz wachsen lassen. Als Entwickler von Softwarelösungen im medizinischen Bereich und auf Grund seiner Größe ist ein solches Unternehmen natürlich etwas anfälliger für starke wirtschaftliche Einbrüche und damit verbundenen Investitionsstau in Kliniken und öffentlichen Einrichtungen sowie Praxen. Ein momentan sehr guter Aktienwert, wenn man etwas antizyklischer und risikobereiter investieren möchte.
    WKN: 522090
    ISIN: DE0005220909
    Währung: EUR
    (eher konjunkturabhängiger Wert in der Gesundheitsbranche)

Die Chancen bei einem langfristigen Investment in die Gesundheitsbranche und in Pharmaktien
Die Weltbevölkerung wächst, ebenso die Lebenserwartung und Anforderungen an die Gesundheitsbranche, sei es bei neuen Medikamenten, Verbesserungen von Therapiemöglichkeiten, Serviceleistungen und natürlich auch der Verwaltung und IT Infrastruktur. Dieser Wachstumsmarkt hat schier „unendliche“ Möglichkeiten seine Renditen zu steigern und immer mehr Menschen auf diesem Planeten zu erreichen. Die Gewinne würden extrem steigen, wäre die Gesundheitsversorgung Europas plötzlich weltweit auf gleichem Niveau. Es ist eine langfristige Billionenbranche! Antizyklische Unternehmen aus diesem Sektor sind relativ robust was Kursschwankungen angeht und haben dennoch hohe Wachstums- sowie Dividendenerwartungen. In ein Basisdepot welches langfristig ausgerichtet ist, gehören für mich auf jeden Fall mindestens 10 Aktien globaler Konzerne mit antizyklischer Ausrichtung aus dem Medizin- und Pharmabereich.



Die Risiken bei einem Investment in Pharma- und Gesundheitsaktien
Aktien aus der Gesundheitsbranche müssen stark differenziert betrachtet werden. Fakt ist, dass alle Aktien dieses Sektors großen Crashereignissen am Aktienmarkt nur bedingt entkommen können. Auch sie leiden dann oftmals unter deutlichen Verlusten. Gerade Konzerne die noch viele neue und wenige Produkte in der Pipeline haben sind oftmals am stärksten betroffen. Auch auslaufende Patentente und die Generikaindustrie, sowie Produktfälschungen machen den Herstellern zu schaffen. Dazu kommen noch die politischen Risiken der jeweiligen Gesundheitspolitik eines Landes. Hier können Gesetzesentscheidungen bzw. Änderungen einzelne Werte stark in Bedrängnis bringen. Gerade im Pharma- und Medizinsektor ist somit eine sehr genaue Analyse der betreffenden Aktien wichtig, wenn man ein solides langfristiges Investment eingehen will. Globale, sehr ertragreiche Konzerne mit mindestens 30 verschiedenen Produkten und technologischer Innovationskraft werden daher von mir bevorzugt, um mögliche langfristige Risiken zu senken.

Fazit und Kritik an Investments in Gesundheits- und Pharmaaktien:
Mit Gesundheit Geld zu verdiene ist natürlich moralisch ein sehr heikles Thema. Nimmt man es genau, dann verdienen diese Konzerne mehr an einer kranken Bevölkerung als an einer vor Gesundheit strotzenden Menschheit. Leider muss man auch der Fairness halber sagen, das ohne mögliche Renditen und somit Gewinne wohl kaum ein Unternehmen das Risiko eingehen würde Produkte zu entwickeln und diese dann zum Selbstkostenpreis zu „verschenken“. Die meisten heutigen und sehr fortschrittlichen Medikamente kamen durch Renditegedanken auf den Markt und natürlich vorher in die Entwicklung. Ob man nun als börsenotiertes Klinkunternehmen 15 Prozent Rendite braucht und auch dieses Segment aus staatlicher Hand gibt ist natürlich fraglich. Wenn es den Patienten hilft und die Versorgung verbessert „ja“, wenn das Gegenteil auftritt, dann sollte man besser die Finger von solchen Firmen lassen. Moralisch und ethisch in Ordnung ist dies dann definitiv nicht mehr!

Dieser Beitrag gehört zur Artikelserie: Antizyklische Aktien aus sieben grundlegenden Branchen für ein langfristiges Investment

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