Börse für Einsteiger Teil 3: Welcher Börsenplatz ist der Beste?

Haben Sie sich bis hier her durchgelesen, so trennt Sie eigentlich nur noch die Auswahl eines geeigneten Börsenplatzes und ein Klick bzw. eine Anweisung zum Kauf Ihrer ersten Investition an der Börse. Die Frage ist nur: „An welcher Börse soll ich kaufen?“

Was ist so wichtig bei der Wahl des Börsen bzw. Handelsplatzes?

  1. Es gibt eindeutige, teils gravierende Unterschiede zwischen den Börsenplätzen
  2. Die Gebühren sind unterschiedlich hoch
  3. Börsenplätze können für Ihre jeweilige Anlageklasse von Vorteil sein. Beispiel Anleihen Börse Düsseldorf, oder Stuttgart.
  4. Aktien und Anleihen sind nicht immer an allen Börsen handelbar
  5. Ausländische Wertpapiere müssen teilweise an Ihren Heimatbörsen gehandelt werden.
  6. Außerbörsliche Handelsplätze können enorm Kosten sparen. Ein Handel direkt über Banken oder Broker ist möglich. Beispiele für direkte Handelspartner Lang & Schwarz, Baader Bank, oder auch die Commerzbank.


Wie finde ich den richtigen Börsenplatz und nach welchen Kriterien wähle ich einen Handelsplatz aus?

  1. Schauen sie auf die Kosten des jeweiligen Handelsplatzes. Beispielsweise fallen in Frankfurt oft mehr Gebühren an, als im außerbörslichen Handel z.B. bei der Lang & Schwarz AG oder der Baader Bank. Die Gebühren hängen hier aber auch stark vom Angebot Ihrer jeweiligen Bank ab. Beim Comdirect Live Trading sind die Gebühren für außerbörsliche Handelspartner recht niedrig.
  2. Hat mein Börsenplatz Liquidität? Liquidität an der Börse, ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Es bringt nichts, wenn Sie einen Börsenplatz wählen, auf dem es für Ihr Wertpapier aktuell keine Nachfrage bzw. kein Angebot gibt.
  3. Kaufen Sie Fonds, so gilt es zu wählen, ob sie den Fonds über die Fondsgesellschaft bzw. Verwahrungsstelle (KAG) kaufen, oder über die Börse. Sollten Sie ein Angebot mit 100 % Fonds-Rabatt bekommen, macht ein Kauf über die Börse keinen Sinn. Sollten Sie jedoch einen Fonds mit z.B. 5 % Ausgabeaufschlag kaufen wollen und Sie bekommen dafür keinen Rabatt, so macht es Sinn einen eventuell vorhandenen Börsenplatz für diesen Fonds zu finden, sie sparen den kompletten Ausgabeaufschlag. Wichtig: Nicht jeder Fonds wird an der Börse gehandelt.
  4. Achten Sie auf eventuelle Zusatzgebühren Ihrer ausgewählten Börse bzw. Ihres Handelspartners. Fremde Gebühren wie Clearstream, oder sonstige Provisionen können fällig werden, sowohl bei Kauf als auch Verkauf.
  5. Bei ausländischen Aktien sollten Sie auf Grund der meist höheren Gebühren falls möglich eine deutsche, zur Not auch europäische Börse wählen. Nicht nur um Kosten zu sparen, sondern auch deshalb, weil nicht jeder Markt von Ihnen zugriffsfähig sein kann.

Sie haben Ihren Börsenplatz gefunden? Dann können Sie nun Ihr Wertpapier kaufen.

In Teil 4 der Reihe „Börse für Einsteiger“ widmen wir uns den einzelnen Wertpapieren und Anlageklassen.

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