5 Möglichkeiten seine Aktien und sein Depot vor Verluste zu schützen

Ein Börsencrash, eine heftige Marktkorrektur, oder ein plötzlich Einbruch auf Grund eines unerwarteten negativen Ereignisses am Aktienmarkt und an der Börse im allgemeinen, kann zu drastischen Verlusten im Depot führen, insbesondere dann wenn man ein eher risikoreiches Aktien lastiges Portfolio unterhält.
Je risikoreiche ein Portfolio aufgestellt ist, desto mehr Schwankungen und höheren Verlusten ist es logischer Weise in negativen Situationen unterworfen.
Korrekturen stellen jedoch nicht nur für die klassischen Aktienmärkte ein Risiko dar, sondern natürlich auch für alle anderes Assets wie Immobilien, Rohstoffen, Währungen bis hin zu „konservativen“ Anleihen.

Also heißt die Divise: Absichern!
Zumindest wenn man böse Überraschungen und starke Schwankungen vermeiden will.

Fünf Möglichkeiten sein Depot vor Verlusten zu schützen: 

  1. Verkaufen
    Das Verkaufen oder Reduzieren der Bestände und die Umwandlung in Cash ist sicherlich die einfachste Möglichkeit Verluste und Schwankungen des Gesamtvermögens zu reduzieren.
    Das Problem ist, dass das Geld bis auf winzige Zinsen die abgeworfen werden, relativ unsinnig auf dem Konto liegt. In Extremsituationen mit starken negativen Marktbewegungen und/oder bei wenig Kenntnissen wie man sein Depot absichern kann, ist natürlich ein Verkauf besser als ein Halten der fallenden Wertpapiere.
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  2. Absichern durch Diversifikation
    Ist man sich bei einer Anlageklasse wie z.B. Aktien nicht mehr sicher, ob es bald zu einer Korrektur kommt, so kann man auch den Weg der Diversifikation wählen und einen Teil seiner Aktienbestände verkaufen und das frei werdende Kapital in Anleihen, Immobilien oder andere Assets investieren.
    Dies kann die Verluste deutlich reduzieren. Man muss hier allerdings größten Wert auf eine negative Korrelation zwischen den neuen Anlageklassen achten.
    Dies bedeutet, dass die Diversifikations-Werte im Crashfall nicht so reagieren sollten wie die Werte, dessen Risiko am Gesamtportfolio reduziert werden sollen.
    Einen Wert „A“ mit einem Wert „B“ zu ergänzen macht einfach gesagt nur dann Sinn, wenn Wert „A“ bei einem Einbruch fällt und Wert „B“ bestenfalls neutral bleibt.
    Korrelieren beide Werte 1:1 dann fallen auch beide Werte 1:1, dann macht die Diversifikation keinen Sinn.
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  3. Absichern durch Reverse Bonuszertifikate
    Reverse Bonus Zertifikate klingen kompliziert, sind aber recht einfach erklärt.
    Ich habe hierzu den Bericht: „Funktionsweise von Reverse Bonus Zertifikaten“ geschrieben.
    Mit einem Reverse Bonus Zertifikat lassen sich insbesondere Aktienpositionen gut vor Verlusten absichern.
    Je nach Höhe der Investition in diese Zertifikate lassen sich individuell fast vollständig die Aktienpositionen hedgen. Der Vorteil dieser Zertifikate ist, dass diese sogar bei leicht steigenden und seitwärts tendierenden Märkten und somit einer Fehleinschätzung eines bevorstehenden Crash- bzw. einer Marktkorrektursituation Gewinne einfahren können.
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  4. Direktes Absichern durch Short Zertifikate, Puts und Mini Future Shorts
    Nicht nur Indizes, sondern auch nahezu jeder Mainstream Einzelwert hat ein passendes Short Produkt, sprich ein Wertpapier mit dem man auf fallende Kurse des Basiswertes spekulieren kann.
    Dies kann sehr sinnvoll sein wenn man Einzelwerte im Depot absichern will, oder nur einzelne Teile einer Assetklasse, z.B. Edelmetalle bei Rohstoffen.
    Auch bei Aktien funktioniert diese Art der Absicherung prima, traut man z.B. den Technologiewerten noch viel Performance zu, so sichert man diese nicht ab, fällt der Ölpreis gleichzeitig und man schätzt die Chancen der Ölwerte als schlecht ein, so kann man explizit nur diese absichern, in diesem Fall mit Shorts auf die großen Ölwerte, oder den Ölpreis selbst.
    Die Möglichkeiten sind hier nahezu Grenzenlos!
    Mit fallenden Kursen Geld verdienen, bzw. diese Kurse abzusichern ist ein sehr großes Thema, welches ich im Beitrag: „5 Möglichkeiten wie man mit fallenden Aktien und Börsenkursen Geld verdienen kann“ nochmals tief greifender erklären möchte.
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  5. Die permanente Teilabsicherung des Depots
    Man kann seine Werte auch permanent absichern, doch macht das überhaupt Sinn? Wenn man Aktien langfristig kauft, dann ist es auf den ersten Blick sinnfrei diese permanent in jeder Börsenphase abzusichern, da man diese Aktien nicht langfristig gekauft hätte, würde man nicht am Schluss höhere Aktienkurse und somit Gewinn erwarten.
    Es kann trotzdem Sinn machen, über die gesamte Haltedauer eine permanente Absicherung beispielsweise mittels kostengünstigen Short ETF auf den DAX zu begehen.
    Dies ist vor allem für Investoren interessant, die bei Aktieninvestments keine allzu großen Schwankungen ertragen möchten. Die Absicherungen werden natürlich die Performance am Ende der zu erwartenden Haltedauer mindern, aber eben auch die Schwankungen während der gesamten Haltedauer.Ein Beispiel: Man kauf einen DAX ETF und sichert diesen zu Beginn mit 50 % seines Wertes mit einem DAX Short ETF ab. Dann wird ein 50 % DAX Verlust nur ca. 25 % Depotminus bedeuten.
    Sicherlich hätte man dann auch nur 50 % vorher in den ETF investieren können und so die restlichen 50 % auf dem Konto in Form von Cash behalten. In diesem Fall aber steigt der Short ETF deutlich und kann wieder in den DAX reinvestiert werden. Auch dann ist die permanente Absicherung wieder individuell. Ein DAX Crash von 50 % reduziert die statische Wahrscheinlichkeit um weitere 50 % einzubrechen, garantiert sie natürlich nicht, man könnte nun den DAX nur noch mit 20 % permanent über einen Short ETF absichern und so bei einem Anstieg mehr partizipieren, natürlich dann mit höherem Risiko.


Fazit:
Die Formen und Möglichkeiten ein Depot vor Verlusten zu schützen und dessen Risiko zu reduzieren sind schier unendlich, allein schon auf Grund der unzähligen Angebote von Short Produkten und Reverse Zertifikaten.
Wichtig ist immer, dass sie diese Wertpapiere genau verstehen und sich die offiziellen Unterlagen der Emittenten bzw. Banken genau durchlesen!
Diese Absicherungen beinhalten selbstverständlich auch ihr ganz eigenes Risiko und können teils zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals in eine solche Absicherung führen.

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